WirKommunalen - nachgefragt

WirKommunalen - nachgefragt

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00:00:03: Herzlich Willkommen zur zweiten Sonderfolge von Wir Kommunalen nachgefragt, dem Podcast des Netzwerks Junge Bürgermeisterinnen und Bürgemeister.

00:00:12: Auch heute bleiben wir auf der Jahreskonferenz des Netzwerk.

00:00:15: Mein Name ist Henning Reichert-Bitzel ich bin Verbandsgeschäftsführer des Netzworks Junge BürgermeisterInnen Und Ich Bin Alexander Lehmann referent beim Netzwerk.

00:00:23: Nachdem wir in der vergangenen Folge die Kinot von Christian Wolf gehört haben folgt nun jeder zugehörige Podiumsdiskussion.

00:00:30: Gemeinsam mit Ricarda Lang, Felix Zweier und Dominik Brasch spricht er über Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt, politische Streitkultur und die zunehmenden Anfeidungen gegen Menschen die Verantwortung übernehmen.

00:00:43: Ein Gespräch über die Herausforderung unserer Zeit aber auch über Zuversicht und den Wert demokratischen Engagements und damit direkt hinein in die Aufzeichnung.

00:00:53: Ja ich freue mich jetzt sehr die Abschluss Diskussionsrunde zu moderieren zum Thema Demokratie und Zusammenhalt.

00:01:00: Herr Bundespräsident Adé, Herr Wulf hat uns ja schon einen sehr passenden Einstieg dazu gegeben.

00:01:07: ich würde jetzt einmal kurz Sie mal vorstellen Frau Riccada Lang.

00:01:14: seit dem Jahr ist sie Mitglied im Deutschen Bundestag und sitzt dort im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Impetitionsausschuss und stellvertretend auch im Haushalts-Ausschuss.

00:01:25: Von dem Jahr zwanzig bis vierundzwanzig war sie die Bundesvorsitzende der Grünen Und Sie hatten ja geschrieben dass sie ganz gerne ein kurzes Eingangsstatement zu dem Thema so halten würden.

00:01:38: Vielleicht können Sie in ein paar Sätzen sagen was Ihnen beim Thema Demokratie und Zusammenhalt besonders wichtig ist Sehr, sehr gerne.

00:01:47: Vielen Dank erst mal für die Einladung!

00:01:49: Ich freue mich sehr hier zu sein und Herr Wolff an vielen Stellen haben Sie mir aus dem Herz gesprochen und vieles vorweggenommen was das Eingangsstatement deutlich leichter macht, dass nochmal weniger Minuten hat als fünf bis zwanzig Minuten.

00:02:01: ich bin wahrscheinlich ähnlich alt wie einige hier im Raum also ein Kind der neunziger Jahre und wir sind ja es sehr stark aufgewachsen mit der Erzählung vom Ende der Geschichte Also der Vorstellung, dass die Zeit der großen Systemkonkurrenzen vorbei ist Und dass sich Stück für Stück in der ganzen Welt mit der Marktwirtschaft Freiheit und Demokratie ausbreiten werden.

00:02:23: Jetzt stehen wir da, dreißig Jahre später und ganz so ist es ehrlicherweise nicht gekommen.

00:02:28: Wir haben neue Systemkonkurrenzen Mit China zunehmend auch mit den USA und wir müssen vieles an demokratischem Fortschritt verteidigen An bestimmten Stellen auch neu erkämpfen.

00:02:39: Ich glaube das die kommunale Ebene dabei eine zentrale Rolle einnimmt weil sie natürlich Ort ist, wo Politik am erfahrbarsten und am nächsten für Menschen erlebbar ist.

00:02:51: Und gerade in einer Zeit, wo doch das Bild der Politiker – Sie haben das gut ausgeführt – eher im Sinne von die da oben, die die weit weg von mir sind, ist diese Frage der kommunalen Ebene eigentlich die Zentrale wenn es um demokratische Handlungsfähigkeit geht?

00:03:06: Ich glaube an vielen Stellen müssen wir regelnden Gesetze enden damit sie auch tatsächlich handlungsfähiger wird.

00:03:12: Da werden wir gleich in den Panel noch mal sprechen!

00:03:14: Aber wenn wir auf das Thema Anfeinungen und Demokratie schauen, zwei Erlebnisse in den letzten drei Jahren, die mich da sehr nachdenklich gestimmt haben.

00:03:22: Das eine haben vielleicht einige von Ihnen mitbekommen – das war der Ascher Mittwoch der Grünen in Biberach vor zwei Jahren, den wir nicht durchführen konnten, weil es davor Demonstrationen gab und die Polizei, der überzeugend war, dass es zu gefährlich wäre, nicht nur für die sprechenden Teilnehmer sondern auch für die Zuschauer, die dort hinkommen.

00:03:42: Besorgniserregend in diesem Moment war, dass auch Winfried Gretschmann als damaliger noch Ministerpräsident von Baden-Württemberg angekündigt war.

00:03:50: Das heißt ein gewählter Vertreter des Staates konnte eine Veranstaltung wo er zu Bürgerinnen und Bürgerspricht nicht mehr durchführen.

00:03:56: das ist kein normal zustande es auch nichts an das wir uns gewöhnen sollten.

00:04:00: Und gleichzeitig hat mir vor ein paar Monaten einer meiner Bürgermeister, nicht meiner im Possessivfilm gemeint.

00:04:07: Sondern in meinem Wahlkreis in Backnangen der Maxi Dominic Friedrich erzählt bzw.

00:04:11: er hat das auf seiner Bürgerveranstaltung erzählt wie nach einem Bürgerdialog bei ihm am Auto sie festgestellt haben zum Glück bevor er und seine Frau losgefahren sind dass die Reifen aufgeschnitten wurden.

00:04:23: Das heißt, dass konkret nicht nur angefeindet wurde im Netz sondern die Gesundheit des Lebens von ihm und seiner Familie gefährdet wurde.

00:04:31: Und sowas macht nicht nur mit diesem einzelnen Bürgermeister etwas, es macht was mit allen die sich überlegen, sich kommunalpolitisch zu engagieren.

00:04:39: Es macht das mit allen, die sich überegen, sich ehrenamtlich zu engagierend.

00:04:43: Denn vieles, was auf der kommunalen Ebene passiert sind nicht nur ihre Jobs, die so wichtig sind sondern ist das Ehrenamtliche Engagement von Menschen, die das noch neben Arbeit, Nebenfamilie her machen.

00:04:55: Und ich würde mir wünschen, dass wir es hinbekommen.

00:04:58: Deshalb freue ich mich auch so, dass Sie ein parteiübergreifendes Netzwerk sind an diesen Stellen stärker als Demokraten uns zu unterstützen solidarisch miteinander zu sein.

00:05:08: Ich bin nicht aus Zucker gemacht.

00:05:09: mit mir kann man sich gut streiten.

00:05:11: das habe ich gerade eben ersten Thema Arbeitszeit im Deutschen Bundestag getan.

00:05:15: Ich glaube sogar manchmal ist es gut wenn die Unterschiede zwischen den demokratischen Parteien wieder sichtbarer werden denn wir sind nicht alle ein Einheitsbrei die alle dieselbe wollen haben große Unterschiede, ob es um Klimaschutz oder um Wirtschaft geht und die sollten wir auch austragen.

00:05:29: Aber eines muss klar sein wenn eine von uns von den Feinden der Demokratie angegriffen wird dann stehen alle demokratischen Kräfte zusammen.

00:05:38: in diesem Sinne ich freue mich hier zu sein.

00:05:46: Vielen Dank, bevor ich jetzt weitergehe in der Vorstellungsrunde.

00:05:49: Eine kurze Anmerkung.

00:05:50: Frau Kerstin Klein kann leider nicht anreisen.

00:05:53: die war ursprünglich eingeladen.

00:05:54: Die ARD-Korrespondenten aus den USA ist auf halber Strecke in Island zu hängen geblieben und hat den Anschlussflug verpasst.

00:06:03: lässt sie aber alle sehr herzlich grüßen.

00:06:06: Genau, deshalb kommt mich jetzt einmal zu unserem nächsten Gast Felix Zweier.

00:06:10: Herzlich willkommen!

00:06:12: Sie sind der einzige deutsche Schiedsrichter, der bei der WM im Sommer dabei sein wird.

00:06:17: Ich habe jetzt so ein paar kleine Stationen aus ihrem Lebenslauf mir rausgesucht die das ein wenig unvollständig wiedergeben.

00:06:24: aber ja sie sind seit Neuen leiten sie.

00:06:32: Bundesligaspiele waren im Jahr zwanzig, unter anderem Heimstiedsrichter bei der EM in Deutschland und Sie haben mir vorab freundlicherweise ein kleines Statement zugeschickt das ich jetzt zum Thema einmal vorlesen würde.

00:06:45: Und zwar Resilienz.

00:06:47: als Top-Schiedsbrichter ergibt sich v.a.

00:06:49: daraus öffentliche Kritikanfeindungen und Ungerechtigkeiten durch ein eindeutiges Rollenverständnis Philosophie und Strategie in Konzentration, Kraft und Fokus umzuwandeln.

00:07:05: Es gilt aus Akzeptanz für das Unvermeidbare die Stärke abzuleiten sich nicht irritieren, ablenken oder von seinem direkten Weg abbringen zu lassen.

00:07:15: es hilft mir sehr das eigene Ego der Sache also dem Spiel unterzuordnen und ich denke dass ist ein Credo was auch für die Kommunalpolitik gilt was wir sicher gleich noch ein bisschen.

00:07:26: Na ja, besprechend schön dass Sie da sind.

00:07:29: Vielen Dank!

00:07:33: Ja dann lasst doch Badnot-Lies der Dominik Brasch sicher Ihnen allen bekannt als erster stellvertretender Bundesvorsitzender des Netzwerks Dünge Bürgermeister in erst seit fast acht Jahren Bürgemeisterin Bad Sodenseil Münster im Südost Hessen und hat vorher vor seiner Amtszeit im Polizeipräsidium Süd Osthessen als Sachgebietsleiter Einsatz gearbeitet, war aber auch bei der hessischen Bereitschaftspolizei tätig.

00:08:02: Und Sie haben mir folgendes zum Thema geschrieben die Vertrauenskrise der Demokratie ist weh all und die Zahlen sind auch ernüchternd.

00:08:09: das Vertrauen in Parteien, Parlamente und Bundesinstitutionen befindet sich auf einem historischen Tiefstand.

00:08:16: auf kommunaler Ebene hält es sich noch.

00:08:20: Bürgermeisterinnen und Bürgemeister sind die letzten Gallionsfiguren dieses Vertrauents.

00:08:25: Nicht weil wir bessere Politikerinnen und Politiker sind, sondern weil wir greifbar sind und Rechenschaft ablegen müssen.

00:08:32: Zum Beispiel beim Bäcker-Sportverein oder in der Schule.

00:08:36: Er freut sich mit so erfahrenen Stimmen auf dem Podium heute zu sitzen und möchte eine Perspektive mit einbringen die in großen Debatten über die Demokratie eben oft zu kurz kommt.

00:08:46: und das ist die Kommunale, die uns hier natürlich auch interessiert die Ebene auf der Menschen nicht Bürgerinnen und Bürgersin, sondern Nachbarn.

00:08:55: Ja herzlich willkommen!

00:09:02: In den Eingangsstatements oder auch in der Kino sind natürlich jetzt schon sehr viele verschiedene Perspektiven auf das Thema zum Tragen gekommen.

00:09:10: Zum Anfang würde ich Sie gerne einmal fragen.

00:09:13: Demokratie lebt von der Auseinandersetzung aber auch davon dass man trotz der unterschiedlichen Perspektive dann gemeinsame Regeln am Ende akzeptiert.

00:09:23: Wie kann denn die Politik Aber vor allem auch die Kommunalpolitik dazu beitragen, dass wieder aus Gegensätzen mehr Zusammenhalt entsteht.

00:09:32: Herr Wohlf, würden Sie einmal beginnen?

00:09:34: Ich dachte jetzt kommt der Bürgermeister aus.

00:09:37: Der hält das Pulver trocken!

00:09:40: Ja ich denke tatsächlich, dass man Orte braucht wo Menschen zusammenkommen.

00:09:46: Ich bin ja auch Präsident des Deutschen Kurverbands und da erfahre ich immer wieder von einsamen Menschen, dass für sie die Chorprobe im Laufe der Woche oder der Höhepunkt der Woche ist.

00:09:54: Und ansonsten kann man beobachten, dass manche Menschen beispielsweise dann einkaufen.

00:09:59: Wenn am meisten einkaufen, obwohl sie selber entscheiden können, wenn Sie einkauen.

00:10:03: Sie wollen im Supermarkt sein, wenn da viele sind und nicht zu Zeiten oder wenig sind.

00:10:09: Es soll Supermärkte geben wo es eine extra Schlange gibt für Menschen die das Gespräch suchen.

00:10:14: Wo man also nicht auf die Zeit achtet sondern wo man ein bisschen schnappen kann.

00:10:17: Man mitkriegen kann was der Vorher erzählt, was die Ziererin erzählt.

00:10:21: Es gibt also einen Mangel an persönlichen Begegnungen, persönlichem Austausch und sie können das bei politischen Veranstaltungen beobachten.

00:10:27: Wenn viele zu Wort gekommen sind oder sich hätten melden können und hätten zu Wort kommen können dann sind die viel zufriedener mit dem Verlauf der Veranstaltung als wenn da Frontalunterricht geboten wird.

00:10:38: Und das kann hochklassig sein!

00:10:39: Das kann wie heute sein super Beiträge, super Leute aufm Podium ganz toll wissenschaftlich, intellektuell.

00:10:48: Und trotzdem werden sie ehrlich sagen, wenn wir gleich das ganze Plenum öffnen und alle von ihnen was sagen könnten auch gar nicht alle machen werden.

00:10:56: Dann ist die Zufriedenheit nach Hause zu fahren größer um.

00:10:58: Das sollte uns zu denken geben dass wir einfach uns überlegen müssen wie gehen wir damit um?

00:11:04: Dass diese Einkaufszonen so enorm unter Druck geraten.

00:11:08: Wie schaffen wir es das in einem Dorf?

00:11:10: Die Leute sagen ich geh zur Buchhandlung damit sie erhalten wird und bestell dann das buch.

00:11:16: Wie kann man es hinkriegen, dass von da die Bücher einigermaßen so schnell kommen wie sie bei Amazon kommen?

00:11:20: Ich meine das ist ja eine Tücke.

00:11:21: Dass man wirklich immer wieder erlebt über Amazon hat am nächsten Tag einen Briefgasten und im anderen Fall muss man zum Teil selber abholen.

00:11:28: Es kommt aber erst drei Tage später.

00:11:30: Und es ist ja auch in Irrsinn, dass Internethandel im Grunde genommen finanziell einfach unglaublich begünstigt ist weil der Internethändler kriegt die Büchern bildiger als der Buchhändler.

00:11:39: Der Buchhendler muss die Mieten bezahlen, die Mitarbeiter die Ausbildung bezahlen.

00:11:43: Was aber eine Funktion ein Blumengeschäft hat, wenn Florist irgendwo stirbt nach dreißig Jahren zu macht.

00:11:48: Was ist da los im Dorf?

00:11:50: Und heute gibt es in jedem Supermarkt günstlich Blumen also immer weniger Floristen nur noch bestimmte in bestimmten Stellen.

00:11:56: das sind so und das geht schleichend.

00:11:58: Das merkt man nicht so richtig weil es geht jeden Tag ein bisschen und die machen ich auf alle mal zu.

00:12:04: Aber da wieder Räume zu schaffen Plätze bereitzustellen Berathauser umzugestalten dass sich da Menschen treffen können Räumer haben wo sie treffen können ohne Konsumzwang wo die Leute kommen, ohne was verzehren zu müssen.

00:12:15: Wir haben auch die Gastronomie zum Teil stranguliert ganz entgegen ihrer Meinung mit dem Mindestlohn-Ton Thema weil natürlich manche Leute, die kein Wort Deutsch können in Gastronomie eingebürgert wurden und gearbeitet haben als Tellerwäsche angefangen haben Und dann froh waren wenn sie vielleicht zehn Euro die Stunde gekriegt haben aber Kontakte gehabt haben und Deutsch gelernt haben und irgendwann fifteen oder zwanzig Euro bekommen haben.

00:12:38: heute können viele Leute auf dem Land, Leute für brutto-sebzehn Euro die Stunde nicht beschäftigen und Kommunionskonformationsfeiern ausrichten.

00:12:48: Vielleicht müssen wir da auch Zuschusssysteme machen oder so das Gemeinden gastronomische Angebote aufrecht erhalten aber dieses Zusammenkommen feiern mit Generationen reden.

00:12:57: dann kann man den OPA einfangen der noch dummes solch erzählt oder auch den Enkel.

00:13:01: Ich will das nicht generativ entscheiden, aber dieses Einfangen von Leuten und sie nicht abdriften sehen am Bildschirm unter Einfluss von Echo-Kammern.

00:13:09: Das sind Themen die man vor Ort angehen kann.

00:13:12: Und da muss man sich einen Ort angucken – die Dörfer angucken, die Gemeinschaft, die Fußgängerzone... Was kann man dann machen?

00:13:18: Also ich habe Sachen erlebt als ich jung war in Bad Harzburg malen.

00:13:21: Ich hab gesagt was kann man hier machen bei Regen?

00:13:23: Da haben die gesagt es gibt ja nur eine Spielhalle!

00:13:25: Und es gibt noch im Park eine Tischtennisplatte, aber die Schläger müsste man schon selber mitbringen.

00:13:31: Das war das Angebot für junge Leute damals.

00:13:33: Heute ist das sicher noch problematischer geworden.

00:13:35: Aber man muss Angebote schaffen, wo Leute vielleicht auch ein bisschen unter Betreuung, dass da einer ist und Jugendpfleger oder so einfach in die Gesellschaft, in das Leben integriert werden.

00:13:47: Da müssen wir mehr Herzblut vergeben.

00:13:50: Ja, vielen Dank!

00:13:53: Es ist ja gerade auch schon angeklungen, wenn wir jetzt um das Thema über das Thema Demokratie und Zusammenhalt sprechen.

00:13:59: Geht es natürlich auch in die Bereiche wo wir immer weniger demokratisches Verständnis merken?

00:14:04: Wo der Zusammenhalt geringer wird?

00:14:07: Wo es demokratiefeindliche Tendenzen gibt?

00:14:09: Das ist ja nun zunehmend nicht mehr nur an den Rändern sondern geht immer mehr in die Mitte der Gesellschaft.

00:14:15: vielleicht Herr Brasch einmal was können denn vor allem Kommunalpolitiker tun da etwas entgegenzusetzen?

00:14:24: Also ich glaube, dass in dieser Frage unsere größte Herausforderung auch unserer größte Stärke sein kann.

00:14:30: Wir sind auf der kommunalen Ebene sicherlich immer wieder mit den verschiedensten Charakteren und mit den verschiedenen Strömungen Zugange in ganz alltäglichen Situationen wie auch im Eingangsstatement erwähnt und können dem nicht aus dem Weg gehen.

00:14:43: Deswegen sage ich das gehört zu unseren größten Herausforderungen.

00:14:45: es geht bis hin zu persönlichen Anfeindungen und Angriffen im Extremfall.

00:14:49: Aber ich glaube, es ist Gott sei Dank noch im allergrößten Teil nur der Einzelfall.

00:14:53: Dass das so extrem wird aber es wird häufig unangenehm und da eine klare Haltung zu haben wie beispielsweise an erfahrener Schiedsrichter auch als kommunaler Amtsträger oder Amtssträgerin ein Stück weit dem auch Stirn zu bieten entgegenzuhalten die Menschen aber auch ernst zu nehmen und zuzuhören egal welche Meinungen da teilweise breitgetreten werden kann es auf der kommunalen Ebene aus meiner Erfahrung und ich glaube, das werden hier viele Teilen nicht die Lösung sein komplett zuzumachen jemandem vielleicht auch abzustempeln vor eilig uns sagen okay.

00:15:27: Der Mensch hat eine andere Meinung die ordne ich vielleicht auch in eine gewisse Ecke ein mit dem rede ich nichts mehr.

00:15:33: den nehme ich nicht mehr ernst weil wir verstärken damit dass was momentan im Land passiert und ich glaub deswegen ist wichtig für die kommunale Ebene in ihrer Resilienzfähigkeit stärken.

00:15:43: Finanziell ist das eine, da werden wir sicherlich noch drauf kommen und das macht viel aus.

00:15:47: aber auch am Ende ja diejenigen, die den Hut aufhaben, das sind die Kolleginnen und Kollegen wie sie hier sitzen auch im Umgang mit solchen teilweise wirklich belastenden Situationen noch mehr zu Schulen zu stärken, Netzwerke zu bieten wie unseres so dass wir die Fähigkeit überhaupt erst haben da mit unserer Bevölkerung zur Arbeit.

00:16:04: unsere Bevölkerung sage ich mal auf dem richtigen Weg hier zu behalten ist eine oder andere Schäfchen vielleicht auch wieder zurück zu holen die Mitte unserer demokratischen Gesellschaft, dass aber vieles erodiert.

00:16:14: Das ist das was wir täglich wahrnehmen.

00:16:16: ich glaube in unterschiedlichen Ausprägungen.

00:16:18: hier sind ja Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Bundesgebiet dabei und gerade die letzten zwei Tage haben wir dazu sehr interessante Gespräche geführt.

00:16:26: es sind viele die auch diese Sorge teilen die jeder hier schon zum Ausdruck gebracht hat und sage deswegen aus vollster Überzeugung am Ende glaube ich fest daran es ist nur die kommunale Ebene wenn sie stark ist, auch zusammenhalten kann.

00:16:41: Ich bin aber auch bei Riccada am Ende müssen wir das gemeinsam machen.

00:16:44: Ich habe meinem Eingangsstatement ja auch etwas spitzer formuliert wie sind die letzten Gallionsfiguren?

00:16:49: Das soll überhaupt nicht überheblich klingen sondern dass es irgendwo der Eindruck weil wenn wir mit den Menschen sprechen und von Lande oder Bundespolitik gesprochen wird dann in neun von zehn Fällen negativ, wenn wir mal ehrlich sind.

00:17:00: Ihr kennt viele Kolleginnen und Kollegen, die sich dem auch mittlerweile angeschlossen haben und kein gutes Haar mehr an Landes- und Bundespolitik lassen.

00:17:06: Ein inhaltlicher Kritik ist immer berechtigt und wichtig aber dieses Verächtlichmachen von Institutionen gerade von Landessebene kommt teilweise aus unseren eigenen Reihen Und von daher ist das noch ein zweiter Teil, den ich heute mit einem bringen will.

00:17:19: Auch das müssen wir uns bewusst machen – auch wir haben eine Verantwortung die über unsere eigene Gemeindegrenze hinausgeht in der Art und Weise wie wir unser Amt führen, in der art undweise wie wir mit dem Menschen auch sprechen.

00:17:35: Ja Herr Zweier unterschiedliche Perspektiven auseinandersetzungen aber auch Regeln an die man sich halt muss gelten natürlich auch im Fußball.

00:17:44: was können Sie denn aus Ihrer Arbeit mitgeben, was lässt sich übertragen auf den Umgang mit demokratiefeindlichen Tendenzen in der Kommunalpolitik?

00:17:56: Ich merke dass ich bei weitem naturgemäß nicht ganz so breit aufgestellt bin wie meine Mitredner und trotz allem glaube ich das ich gerade in dem Bereich zuhören Statements setzen auch dagegen halten oder eben auch mal Menschen mitzunehmen.

00:18:14: Erfahrungen mache Woche für Woche die sehr, sehr massiv auf mich eintreffen.

00:18:20: Nicht tagtäglich und nicht in der Bandbreite sondern sehr auf den Punkt gebracht im Fußballstadion bei Einzelfallentscheidungen.

00:18:30: Und das war was ich jetzt aufnehme und wahrnehme.

00:18:34: Ich bin tatsächlich in meiner Rolle so verstehe ich mich auch als Schiedsrichter nicht derjenige, der gerne und zwangsläufig Statements setzt.

00:18:43: Aber manchmal aufgrund der Aufgabe, Regeln umzusetzen oder ein Spiel des... Die Demokratie an sich, das Gemeinleben mit dem Spiel zu vergleichen ist schwierig aber nichtsdestotrotz einen gewissen Rahmen herzustellen.

00:18:58: Das ist die Aufgabe und der habe ich mich letztendlich auch untergeordnet.

00:19:04: Ich höre ganz, ganz viel zu.

00:19:06: Es ist etwas was ich auch als Schiedsrichter im Laufe meiner Karriere auch vor allem durch Rückschläge gelernt habe.

00:19:12: Ich höhere viel zu und höre auch Menschen zu.

00:19:15: Und da bin ich bei Ihnen den ich im ersten Moment vielleicht gar nicht zugetraut hab dass Sie einen Beitrag leisten können zudem was meine Aufgabe ist und was ich tue.

00:19:25: aber daraus entstehen einerseits Perspektiven andererseits Erwartungen und Zift mir unwahrscheinlich mich selbst zu hinterfragen und auch mich selbst weiterzuentwickeln.

00:19:36: Ich glaube, dass dieses Zuhören und da rede ich jetzt noch aus einer anderen Perspektive als meine Mitredner etwas ist was unglaublich wertgeschätzt wird von Menschen die einem begegnen auch von Menschen, die einen vielleicht im ersten Moment feindselig oder zumindest sehr kritisch gegenüber treten.

00:19:55: sie aufzunehmen Sie anzuhören dann aber und auch das Ganz große Erfahrungswert, den ich im Laufe der Jahre gemacht habe.

00:20:02: Dann aber auch mit einer ganz klaren eigenen Haltung dagegen stehen und diese Haltung tatsächlich auch vertreten und vertreten zu können sieht durchaus weiterzuentwickeln Und ich sehe den Zusammenhang, den Ich tatsächlich auch Eingangs bei der Einladung hinterfragt habe Was kann ich beitragen und warum bin ich hier?

00:20:23: Und dann versucht Parallelen festzustellen.

00:20:25: Die werden immer deutlicher, wenngleich ich sehe dass die Bandbreite völlig andere ist aber unter Umständen auch die Massivität wenn siebzig-achtzigtausend in einem Moment innerhalb von von dreißig Sekunden auf einen eingehen.

00:20:40: das ist eine ganz besondere Herausforderung genau Aber eben auch die Wenn sowas vielleicht über ein Berufsleben hinweg tagtäglich immer wieder passiert Gleichermaßen in der Öffentlichkeit, gleichermaßen schwierig.

00:20:53: Sicher auch endlich tiefgehend die Situation beim Einkaufen und das ist der Sichtbarkeit tatsächlich geschuldet, die erlebe ich auch in den meisten Fällen.

00:21:06: Die Erfahrung, die ich mache bin ich außerhalb eines Fußballstadions sind die Menschen wir gegenüber sehr positiv eingestellt und sehr interessiert und eher einem Foto interessiert.

00:21:16: mit mir nicht mit meinem Einkaufswagen Im Stadion dreht sich das Blatt und dann bin ich in meiner Rolle.

00:21:22: einerseits muss in dieser Rolle ganz offensichtlich aber auch herhalten für den Frust, die Wut, die Kritik und die Emotionen aller anderen.

00:21:31: Frau Lang ist das auch Ihr Standpunkt?

00:21:34: also zuhören?

00:21:35: Aber auch klar die eigene Perspektive vertreten.

00:21:39: was würden Sie dazu sagen wie sich demokratiefeindliche Tendenzen wie man diesen begegnen muss?

00:21:48: Ich glaube durchaus, dass wir da im Bund auch was von der kommunalen Ebene lernen können.

00:21:53: Wir haben gerade eine veritabte Vertrauenskrise wenn wir auf die jetzige Regierung schauen und in normalen Zeiten könnte man als Opposition daneben sitzen und sich irgendwie klammheimlich darüber freuen.

00:22:03: Aber wir leben nicht in normaler Zeit ne?

00:22:05: Weil im Moment führt das nicht dazu, dass es einen Vertrauungsverlust oder Enttäuschung mit einer aktuellen Regierung gibt und das Gefühl von nach anderen demokratischen Parteien würden es besser machen sondern bei vielen Menschen ist gerade ein Gefühl Die letzte Regierung hat es nicht hinbekommen, die jetzige Regierung bekommt's nicht hin und zukünftige demokratische Werden sowie auch nicht hin bekommen.

00:22:24: Und das heißt man wendet sich komplett ab vom demokratischen System.

00:22:27: Jetzt kann man natürlich sagen in der Ampel wir waren irgendwie alle Steppen und in der jetzigen Regierung da sind alles Steppen.

00:22:32: Und deshalb kriegt niemand hin.

00:22:34: aber vermutlich liegt doch ein bisschen was tiefergehendes strukturelles dahinter wenn so viele verschiedene Parteien in verschiedenen Konstellationen immer wieder die gleichen Probleme haben.

00:22:45: Ich habe mich oft gefragt in den letzten Jahren, wenn ich im Land unterwegs war.

00:22:50: Ist mir aufgefallen dass sowohl der politische Streit als auch der politischen Kompromiss kompletten Verruf geraten sind.

00:22:57: also während gestritten wurde war die Rückmeldung was ist denn los mit euch?

00:23:01: es hat doch keine Kinder.

00:23:02: jetzt einigt euch noch endlich mal und in dem Moment wo ein Kompromis gefunden wurde war das erste Frage ja aber es ist doch gar nicht eure Ausgangsposition.

00:23:09: wie konnte ihr denn so eure Ideale verraten?

00:23:12: Und das ist ja ein bisschen absurd weil Demokratische Streit ist notwendig in einer Demokratie, also die Wählerinnen und Wähler wählen an einem Sonntag unterschiedliche Parteien weil sie für unterschiedliche Positionen stehen.

00:23:24: Und auch der demokratische Kompromiss das muss ich Ihnen nicht erklären aus der Kommunalpolitik ist so was wie Erschmiermittel der Demokratie.

00:23:31: ohne kann es gar nicht funktionieren.

00:23:33: Ich habe mich gefragt warum ist beides so ein Verruf geraten?

00:23:37: Das Gefühl, es liegt daran dass viele Bürger den Eindruck haben bei beiden geht das nicht mehr wirklich um sie sondern vor allem um das Gewinnen und Verlieren zwischen den Parteien.

00:23:47: Und das ist eine Entwicklung.

00:23:48: Sie haben vorher die Medien angesprochen und die Presse.

00:23:52: ich würde ja auch sehr mitten die Verantwortung nehmen Nicht im Sinne eines abgebens an Verantwortung die böse Presse ist schuld Sondern weil ich glaube da sich ein Ping-Pong zwischen Politikern und Journalisten ergeben hat wo sich eine Blase spannt Logik des politischen Betriebs denkt, wo die Hauptfrage immer ist.

00:24:11: Ist das jetzt ein Gewinn für Friedrich Merz?

00:24:13: Ist es ein Verlust verrobert habe?

00:24:15: kann sich das Christian Lindner anrechnen oder muss dafür jetzt Olaf Scholz den Preis zahlen?

00:24:21: ganz ehrlich dass juckt da draußen niemand.

00:24:23: also wenn ich im Land unterwegs bin Werde ich da auch nie darauf angesprochen und Ihnen wird es wahrscheinlich ähnlich gehen wie in vielen Gesprächen, die Sie mit Bürgern haben.

00:24:37: Da wird man nicht gefragt ist das ein roter Erfolg, gelber Erfolg, schwarz Erfolg oder grün Erfolg?

00:24:41: Die Leute wollen wissen wie funktioniert's wer bezahlt was heißt zu meiner Familie Und ich glaube deshalb und das ist schon meine Erfahrung Ich glaube auch daher kommt ein noch größeres Vertrauen dass es auf der kommunalen Ebene durchaus gibt Dass das da noch weniger stark der Fall ist dass wir es hinbekommen müssen von dieser Logik des Gewinnen und Verlierens in der Politik wegzukommen, weil sonst verliert da nur einer.

00:25:05: Und das ist gerade eigentlich unser demokratisches System?

00:25:13: Ja auch das ist vorhin schon angeklungen.

00:25:16: Anfeindung körperliche und verbale Gewalt gegen Bürgermeister und Bürgemeisterinnen.

00:25:21: Es gibt eine Studie der Körberstiftung die jetzt vor wenigen Wochen erschienen ist, die sie wahrscheinlich viele von ihnen auch kennen.

00:25:29: Da war jetzt ein Ergebnis, dass es vierzig Prozent der ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermäster die Erfahrung gemacht haben, dass sie selbst angefeindet wurden über Griffe erlebt haben oder das in ihrem Umfeld der Fall gewesen ist.

00:25:43: Da würde ich Sie jetzt einmal auch ganz gerne noch dazu befragen Frau Lang.

00:25:48: Sie hatten also auch selbst vor allem in ihrer Zeit als die Grünen Vorsitzende waren immer wieder mit Beleidigungen und sogar Morddrohungen zu tun.

00:25:57: Diese Erfahrungen machen ja leider auch viele Menschen in der Kommunalpolitik oder die das Bürgermeisteramt innehaben.

00:26:04: Was können sie denn aus der Zeit den Kollegen und Kolleginnen aus der Kommunalkolitik mitgeben?

00:26:11: Und gleichzeitig auch die Frage, wie groß ist so ihre Sorge dass das auch einen großen Effekt auf den Nachwuchs in der kommunalen Politik hat?

00:26:22: Sehr groß, also wir erleben das jetzt schon.

00:26:24: Ich hatte immer wieder die Erfahrung in den letzten Jahren dass ich oft waren junge Frauen aber nicht ausschließlich mit Menschen geredet haben, die mich gefragt haben, Riccarda wenn sie bei mir aus der Partei waren oder Frau Lang, wenn Sie mich ein bisschen weniger kannten.

00:26:38: kannst du mir versprechen?

00:26:39: Dass wenn ich hier kandidiere, dass mir das nicht passieren wird?

00:26:43: und ich konnte es nicht versprechen weil ich wollte ja nicht anlügen, ich wollte nicht ins offene Messe laufen lassen.

00:26:47: Das heißt, ich musste ehrlich sagen, nein das kann ich dir nicht versprechen!

00:26:51: Ich kann dir versprechen dass du dich allein damit stehen wirst.

00:26:54: Ich kann Dir versprechen, dass wir solidarisch damit sein werden, dass sie uns neben dich stellen und im Zweifel auch vor Dich stellen.

00:27:00: aber natürlich ist es gerade bei ehrenamtlichem Engagement – ich meine, das machen viele Leute neben Kinder großziehen arbeiten, Spiegel Eltern pflegen.

00:27:07: Es ist eh schon eine große Hürde da noch ein ehrenantliches Engagement anzunehmen.

00:27:14: zum gibt es dafür im Zweifelsfall auch noch Morddrohungen, wird die Hürde noch viel größer.

00:27:19: Was ich ganz persönlich für mich immer eine Schwierigkeit fand und vielleicht auch so einen gewissen Spannungsfeld oder ein schmalen Grad das was du vorhin angesprochen hattest Auf der einen Seite muss man sich in gewisser Weiß- und dickes Fell wachsen lassen.

00:27:34: Also, man muss bei bestimmten Dingen abhärten, weil wenn ich alles an mich rankommen lassen würde dann könnte ich gar keine Politik mehr machen, weil ich den ganzen Tag nur mit diesem schwarzen Loch an Hass beschäftigt wäre.

00:27:45: Und auf der anderen Seite... muss man sehr vorsichtig sein, dass die Rüstung nicht so dick wird.

00:27:51: Dass man gar nichts mehr an sich rankommen lässt weil nicht jede Kritik auch wenn sie unhöflich formuliert ist also ich bin Bundestagsabgeordnete Man darf mich kritisieren und soll mich kritisieren das muss nicht immer wahnsinnig freundlich formulierend sein.

00:28:05: Nicht jeder Kritik ist irgendwie ein Hassangriff Und auch nicht jede kritik einer frau ist Frauenfeindlichkeit und Ich glaube hier das auszuhalten auf der einen Seite nicht alles an sich ran kommen zu lassen Auf der anderen Seite nicht so abzuherten, dass man das was man mitbekommen sollte an Rückmeldung aus der Bevölkerung.

00:28:21: Dass man das gar nicht mehr an sich rankommen lässt.

00:28:24: Das fand ich eine große Aufgabe und natürlich kommt dazu – das hatten sie in ihrer Keynote angesprochen – auch das Netz!

00:28:31: Wir haben uns in den letzten Jahren finde ich sehr stark fokussiert auf die Strafefolgen des Einzelnen.

00:28:37: also Max Mustermann sitzt nachts am Computer und schreibt da etwas über Riccarda Lang rein Und ich finde es auch richtig, dass es Strafverfolgung bei real strafrechtlich relevanten Aussagen gibt.

00:28:48: Also nicht beim Schwachkopf aber beim Morddrohungen oder für Gewaltigungsdrohung weil das Netz ist kein wilder Westen in dem es keine Regeln gibt.

00:28:54: Aber das Hauptproblem ist ja nicht die Max-Mustermann sondern das sind eigentlich all Gerüttme, ne?

00:29:00: Die eine Form von Hass, eine Form vom Angst und einer Form von Wut immer wieder bevorzugen, weil sie wissen... Viele Glicks geben viele Werbung, gibt viel Profit.

00:29:12: Was gibt besonders viele Glicks?

00:29:13: Angst, Hass, Spaltung, Wut!

00:29:15: Und deshalb würde ich mir wünschen dass wir an der Stelle und das ist dann auch eine Aufgabe wo ich sogar nach Europa schaue, wo ich auf die Bundesebene schau.

00:29:23: Wenn es um den Umgang mit... Ich würde mittlerweile wirklich von Tech-Oligarchen sprechen alle so Elon Musk, Mark Zuckerberg, die ja wirklich kommunikative Macht finanzielle Macht und politische Macht miteinander vereinen wollen, von der Digitalsteuer bis zur Regulierung dieser Plattform viel handlungsfähiger werden, weil ich glaube wir dürfen die Frage wie unsere Demokratie diskutiert wird nicht solchen Typen wie Elon Musk überlassen.

00:29:53: Herr Wohlf Sie hatten es in Ihrer Keynote auch schon angesprochen und haben erwähnt dass sie mehrere Verfahren durch die Instanzen gegangen sind wenn es darum ging private Aufnahmen nach außen zu tragen.

00:30:08: noch mal auf die Umfrage der Körberstiftung zurückkommt, was wie groß ist Ihre Angst auch oder ihre Sorge darum dass sich nicht ausreichend kommunalpolitischer Nachwuchs findet vor solchen Hintergründen der zunehmenden Angrösche auf das Amt.

00:30:27: Frau Lankert hat es glaube ich sehr gut beschrieben, dass die Konsequenz sein kann, die nichts was ausmacht, diese richtigen Panzer haben dass sie sich in der Politik vielleicht sogar wohl fühlen und sich ausbreiten.

00:30:42: Und zart beseitigt aber sensiblere Menschen, Minderheiten Vertreter im Grunde genommen das Weite suchen weil sie sich dieser Mehrheit nicht mehr aussetzen wollen.

00:30:52: also man hat ja den Eindruck dass zum Beispiel ein Donald Trump als Person das Netz richtig liebt Und zwar nicht nur die Möglichkeiten, die er über Twitter hat sich dort quasi zu verbreiten.

00:31:07: Sondern auch sich selber daran ergötzt dass er selber Gegenstand von Hass und Hämie im Netz ist.

00:31:13: also der lebt es ja sozusagen in ganzer Fülle und Form diese neue digitale Gesellschaft mit den Manipulationsmöglichkeiten Den Lügen den Unwahrheiten den Behauptungen dem Meinungswechsel heute so morgens so dass der da richtig sich daran ergötzt, also als sei das für ihn zugeschnitten.

00:31:32: Und wenn ich mir vorstelle es gibt eine Vermehrung des Trumps in der Politik in der Welt und es gibt einen Abnahme der Differenzierten, der Versöhnlichen, der Brückenbauer oder der Vermittler was das für eine Veränderung bedeutet?

00:31:45: Dass wir Experten brauchen, Spezialisten brauchen für bestimmte Themen die aber wegen dieses Punkt ist vielleicht gerade sagen Wir wollen deswegen nicht so ein Betonpolitiker werden Was das für Frauen bedeutet, was das für Anfänger bedeutet?

00:31:57: Für junge Leute.

00:31:59: Ob wir denen dann sagen müssen... Ich selber habe neunzig Mantis in Deutschland.

00:32:02: Also junge Leute die ich als Mentor betreue aller Richtungen und nationalitäten.

00:32:08: Und wenn ich denen allen sagen muss also ihr müsst jetzt erstmal so eine Resilienztraining machen Dann gehen die ja auch ganz viele Dinge verloren.

00:32:14: Verändern sie sich ja auch.

00:32:15: Das werden ja dann auch irgendwie andere Menschen.

00:32:17: Die Diskussion mit der Bevölkerung zu führen ist extrem wichtig.

00:32:22: an das nicht leicht zu lösen.

00:32:24: Ein Weg ist dieser Digital Service Act der Europäischen Union, es vielleicht einer der zentralen Punkte.

00:32:31: ob der Druck aus Amerika.

00:32:32: wir erhöhen die Zölle Wir werden euch wirtschaftlich aushungern und wir werden euch unter Druck setzen wenn ihr das macht Wenn Ihr unseren Zuckerberg, unseren Mask usw.

00:32:40: Regeln unterwerft.

00:32:42: Die sind Regeln nicht zu unterwerfen.

00:32:43: Die Tech-Milcherdere dürfen regellos immer reicher werden.

00:32:47: Wenn dass die Tendenzen amerikaner sind und wir denen klein beigeben Dann haben wir eine Schlacht verloren, die vielleicht die wichtigste ist.

00:32:53: Weil in hundert Jahren möglicherweise die Historiker schreiben werden... ...dass die Digitalisierung am Anfang einen Morts-Demokratisierungsschub bewirkt hat?

00:33:04: Es gab im Jahr zwei Tausend elf Jahre die großen Demonstrationen in Cairo für die Demokratisierung und es gab in Cairu Eltern, die ihr Kind Facebook genannt haben Heute werden sie das bereuen den Vornamen Facebook weil heute werden solche Instrumente als Überwachungsinstrument genutzt.

00:33:18: Aber es gab diese Euphorie und dann wurde es missbraucht eher von falschen.

00:33:22: Und es könnte sein, dass in hundert Jahren geschrieben werden der Untergang vieler Demokratien und die Untergrabung der Demokratiebewegungen erfolgte über die Digitalisierung, über die sozialen Netzwerke.

00:33:32: Das wollen wir sicher alle gemeinsam verhindern.

00:33:34: Insofern ist das eines der zentralsten Themen mit denen wir uns aus einer Zusetzung haben.

00:33:46: Herr Zwarja, Sie hatten auch schon mit heftigen Anfeindungen zu tun.

00:33:50: Es war in dem Jahr zwanzig nach einem Bundesligaspitzenspiel von Borussia Dortmund gegen Bayern München wo sie auch heftige Androhungen unter anderem auch Morddrohungen erhalten haben.

00:34:03: Auch an Sie.

00:34:04: deshalb nochmal die Frage zu dem Thema was haben Sie daraus für sich mitgenommen beziehungsweise?

00:34:11: Was können Sie weiter geben an die Bürgermeisterinnen und Bürgemeister, die von ähnlichen Situationen betroffen sind?

00:34:19: Tatsächlich ist es so dass ich in diese Rolle ja über Jahrzehnte reingewachsen bin.

00:34:25: In die Rolle als Spitzenschiedsrichter.

00:34:27: Das unterscheidet uns sicherlich in der Aufgabe das wir grundsätzlich alle leben und sie dann aber sich irgendwann der Aufgabe stellen und da sind ohne Leben lang darauf vorbereitet zu sein.

00:34:41: Ich bin schließlich da geworden mit dreizehn Jahren, hatte also auch zu dem Zeitpunkt zwanzig zweiundzwanzig schon über zwölf dreizehn Jahre Erfahrung im Spitzenfußball in der Bundesliga und habe dann trotzdem Anfeindungen erlebt die in der Schärfe und so weitgehend mit tatsächlich eingeworfenen Briefen bei mir Zuhause im Briefkasten Zu Zeitpunkten, wo ich nicht wusste, dass meine Adresse überhaupt irgendwo bekannt war.

00:35:09: In den Kreisen hatte ich zu tun und zu kämpfen.

00:35:12: Und Herr Wohl sprach es an dieser dicke Panzer ist manchmal sicherlich total wertvoll wahrscheinlich im ersten Moment.

00:35:21: Denkt man dann mal drüber nach und lässt die Sache ein bisschen an sich ran?

00:35:25: Es ist glaube ich ganz wichtig das war das was ich in meinem Statement vermitteln wollte Wege und Strategien für uns zu finden.

00:35:33: Als Schiedsrichter ist es tatsächlich so, dass wir gewissermaßen in einem Schutzraum empfinden.

00:35:40: Das Fußballstadion, da setzen wir uns zu allem aus.

00:35:43: Wenn wir dann aber rausgehen ... Ist das ein bisschen anders als bei Ihnen?

00:35:47: Ich hatte vorhin schon ein nettes Gespräch und habe erfahren wie schwierig es für Sie in Ihren gemeinden Kreisen, wo sie tätig sind, sich überhaupt zu bewegen in der Rolle als Privatmensch nicht wahrgenommen zu werden.

00:36:04: Der Unterschied ist mir dann sehr deutlich geworden, habe ich mein Trikot an und bin auf dem Platz und im Stadion.

00:36:11: Bin ich freiwillig?

00:36:12: Wir sagen unter uns immer die Leute zahlen eben auch Eintritt weil es für die ein Teil dessen ist einen Schiedsrichter zu beschimpfen und anzugehen.

00:36:20: Bin Ich umgezogen und fahre nach Hause und bin am Bahnhof oder auch am Flughafen.

00:36:25: sind die Begegnungen dann schon total abgekühlt, mit weniger Emotionen mehr mit Interesse unter Umständen sogar auch mit einer Anerkennung oder zumindest mit einer Offenheit für das was man selbst dazu zu sagen hat.

00:36:38: Tatsächlich ist es aber so in diesem ganz konkreten Fall der mir und meiner Familie sehr nahe gegangen ist, war es für mich unglaublich wichtig offen damit umzugehen.

00:36:47: ich habe etwas getan was eigentlich nicht mehr naturelles bin nach reifer Überlegungen in die Öffentlichkeit gegangen mit dem Thema haben Sportlich mal für eine Zeit zurückgezogen habe.

00:36:57: Tatsächlich mich ganz viel beratschlagt, auch psychologische Hilfe in Anspruch genommen vor der viele Zurückschrecken die für mich tatsächlich aber auch ein Game Changer waren an dem was ich heute tun kann und wie ich heute damit umgehe weil ich eben gelernt habe stärker abzuleiten zu verstehen dass die Menschen geschimpft haben Für sich recht empfunden haben geschimpfte mit mir in meiner Rolle als Schiedsrichter mich als Mensch aber tatsächlich nicht wirklich erreichen konnten, was sie zu Beginn getan haben.

00:37:29: Aber mit entsprechenden Nachdenken dann eben nicht geglückt ist und ich glaube dass das in Weg ist.

00:37:35: wir müssen sehr offen damit umgehen.

00:37:37: Wir sollten nicht sagen, dass sowas nicht passiert und wir sollten auch nicht sagen ,dass es uns nicht trifft sondern wir sollten es annehmen darüber reden und umwandeln und Wege finden.

00:37:47: Tatsächlich ist aber auch nicht der Weg zu sagen, nicht hinnehmer sein.

00:37:54: Man sollte das nicht akzeptieren, man sollte trotz allem aber auch immer die jeweilige Rolle verstehen und dann versuchen ganz gestärkt damit umzugehen und auf die Menschen einzubiegen.

00:38:13: Herr Brasch ist das also die Tatsache dass man als Bürgermeister was Herr Zweijalds gerade auch angesprochen hat ja immer der Bürgemeister ist?

00:38:21: Also seine Arbeitskleidung nicht ablegt wenn man einkaufen geht?

00:38:25: sehen Sie es als Bereicherung oder ist das in manchen Situationen dann doch sehr Hinderlich, wie empfinden Sie das?

00:38:33: Kurzfassung sehr tagesformabhängig.

00:38:36: Stückweit wir kennen das nicht anders.

00:38:38: man ist unterwegs Man wird Bürgermeister wenn man mit Menschen auch den umgang pflegen möchte.

00:38:44: Natürlich hat man auch mal einen schlechten tag und möchte am liebsten keinen menschen sehen.

00:38:48: Aber eigentlich ist es unser gemüt.

00:38:49: man kann uns in jeder situation Laufen lassen Und wir fühlen uns im menschenmengen wohl.

00:38:54: und auch wenn's mal kritische anfragen gibt glaube ich hat keiner von uns ein echtes thema damit.

00:38:58: aber Es gibt grenzen Und ich musste innerlich sehr stark nicken, als Felix II ausgeführt hat.

00:39:05: Ich glaube hier auch viele der Kolleginnen und Kollegen, denn wir kennen diese Situationen und sind mal gerade wenn dieser Schwelle oder die Grenze zur Familie überschritten wird Wenn es dann wirklich ins private geht.

00:39:18: Einkaufskorb ist wirklich eine Anekdote auch aus meinem Empfinden, aus meiner Erfahrung.

00:39:23: Ich war frisch gewählt oder noch gar nicht mein Amt und meine Frau ist einkaufen gegangen Samstag Ich lebe und dann kam eine Bürgerin und hat sich wirklich vor den Wagen gestellt, sie konnte nicht weiterfahren.

00:39:33: Hat erst mal reingeguckt, wollte mal gucken was die Bürgermeisterfamilie so einkauft.

00:39:38: Fand meine Frau total übergriffig, hat sich tierisch drüber aufgeregt.

00:39:41: Jeder von uns hätte es wahrscheinlich weggelächelt.

00:39:42: aber das sind schon diese Kleinigkeiten.

00:39:45: Und natürlich gibt's da auch schärfere Situationen und ich habe das für mich auch immer reflektiert aus meiner beruflichen Vergangenheit.

00:39:51: Sie hatten es angesprochen Ich habe als Polizeibeamter Manuel Ostermann war gestern da und hat davon auch berichtet.

00:39:56: Ganz heftige Attacken erlebt, persönliche Verletzungen auch davon getragen.

00:40:00: Kollegen die verletzt wurden.

00:40:01: Man wollte auf mich schießen man wollte mich stechen man wollte mir Flaschen sonst wohin schmeißen.

00:40:06: Kühlschrank vom Dach war das Highlight der vor den Füßen gelandet ist Und du bist jedes mal nach Hause gegangen hast gedacht krasses Situation abgeschüttelt und dann bist du in ein freier Abend gegangen und dann war das in Ordnung.

00:40:18: mag auch mal anders ausgehen Als Bürgermeister sind kleine Übergriffigkeiten sofort viel persönlicher.

00:40:24: Das sind mit die Personen, natürlich sagen die Leute das ist der Amtsträger und ich gehe jetzt auf ihn zu den Amtsträgern aber das ist bei euch nicht anders.

00:40:31: da geht es dann direkt an die Personen gerade lang.

00:40:34: Ich glaube da habe ich eine Unterschiede rausgehört.

00:40:36: ja es wird anders mit dir umgegangen.

00:40:39: auch da fällt manchmal einfach sehr schwer und ich merke dass die meisten der Kolleginnen und Kollegen das vorher erahnen was da so auf einen zukommt die wenigsten echtes Problem damit haben, im privaten angesprochen zu werden.

00:40:54: Aber auf Dauer ist es natürlich schon eine Belastung.

00:40:57: Je nach Konstellation bin ich in der Großstadt, Michi will nicht jeder ansprechen weil sich vielleicht auch nicht jeder kennt.

00:41:02: In kleineren Gemeinden hier sind Kollegen aus kleinen Gemeinden dabei.

00:41:06: da kennst du jeden deiner Bürger mit Vornamen und ich glaube Da ist das mitteingekauft.

00:41:12: Das macht's auch aus.

00:41:14: am Ende ist ein Stück weit salzen der Suppe.

00:41:16: Solange mal deinen Anstand miteinander bewahren, solange es halt keine persönlichen Attacke oder Anfeindungen werden ist das Berufsbeschreibung.

00:41:23: Darf ich ganz kurz?

00:41:24: Das ist exakt der Punkt also diese Rolle aus der ich rausschlüpfen kann.

00:41:30: jetzt kommt bei mir dazu dass sich in Berlin Geboren aufgewachsen bin und hier auch sehr gerne lebe und die Stadt an sich eine gewisse Anonymität hergibt.

00:41:38: nichtsdestotrotz und vielleicht auch das eine kleine Anekdote unweit von dir also am Potsdamer Platz hat sich versehentlich tatsächlich bei Rot über die Ampel gegangen bin, vor den Rollerfahrern vorbei und rief dann direkt gelbe Karte.

00:41:51: Also schon in dem deutlichen Bewusstsein wäre da gerade über die Straße gegangen ist.

00:41:55: also das passiert auch.

00:41:57: aber mir hat es unglaublich geholfen zu verstehen dass ich meine Aufgabe ausübe und in meinem Beruf damit leben muss.

00:42:08: Ich musste es annehmen und musste es hinnehmen.

00:42:10: Es ist mir aber auch geglückt mich dann wenn ich privat unterwegs bin mit meiner Familie Das abzugrenzen und die Menschen sprechen mich dann trotzdem an.

00:42:18: Ich habe mir es aber zur Gewohnheit gemacht, dann sehr schnell und sehr deutlich zu sagen ich bin jetzt privat hier Und ich möchte das auch schützen und dass ist mein Weg tatsächlich auch beispielsweise im Urlaub wenn ich mit meiner Familie unterwegs bin das relativ früh allen menschen den ich da begegne klarzumachen und ich merke auch Dass sich der viel mehr Verständnis für bekommen, als ich selbst dachte.

00:42:43: Also insofern ist es sicherlich ein Punkt über den man immer drüber nachdenken kann und sollte.

00:42:48: gibt es Möglichkeiten mich von meiner beruflichen Tätigkeit abzugrenzen obwohl ich sowohl wenn nicht mein Beruf ausübe aber auch privat bin öffentlich bekannt bin und auch angesprochen werde?

00:42:59: Ich würde ganz gerne jetzt noch mal zu einem Dritten Thema kommen, das auch viel mit Zusammenhalt und Demokratie zu tun hat.

00:43:07: Das ist auch immer wieder jetzt in den zwei Tagen natürlich angeklungen.

00:43:10: Es ist das Thema der Handlungsfähigkeit des Staates.

00:43:15: die Kommunen sind ja die Orte, in denen das staatliche Handeln auch konkret wird wo sich quasi zeigt ob der Staat handlungs oder als handlungsfähig wahrgenommen wird.

00:43:28: Die tatsächliche Lage ist so, auch das ist immer wieder angeklungen.

00:43:31: Dass sich viele Bürgermeisterinnen eben als sehr eingeschränkt handlungsfähig empfinden aufgrund der finanziellen Situationen und der Aufgabenbelastung.

00:43:39: Es gibt immer mehr Aufgaben vom Bund die übergeworfen werden Und auch das sind natürlich Herr Wulf hat es ja auch schon in seiner Kinot angesprochen immer wieder Gefahren für die für die Demokratie oder auch begünstigen den Vertrauensverlust am Ende.

00:43:58: Da wüsste ich ganz gerne von Ihnen einmal, wie lässt sich dem entgegenwirken?

00:44:07: Ich halte das für wirklich dringend, dass eine Regierung, die in Berlin beginnt, am Anfang die richtigen Signale setzt Und nicht sagt, wir machen das erst mal Kommission und lernen uns erst einmal kennen.

00:44:23: Dann machen Klausurtagungen und warten erst mal ab dann ist die Hälfte der Periode um sondern mit dem Tag der Regierungsübernahme muss man loslegen.

00:44:33: Man darf nicht loslegen und sagen alle müssen den Gürtel enger schneiden nur wir nicht und alle sollen mehr belastet werden.

00:44:39: nur bestimmte dürfen nicht mehr belasten werden.

00:44:42: Damit ist man von Anfang an auf der Verliererstraße und ich kann das sagen, weil in einem Teil meines Lebens selber verantwortlicher Regierungsschef war.

00:44:51: Und die hier wahrscheinlich nur wenigen Niedersachsen können sich vielleicht wagen noch daran erinnern Ich habe mit der Amtsübernahme die Regierungspräsidenten entlassen und keine Neuen ins Amt gebracht.

00:45:03: Ich hab die Bezirksregierungen abgeschafft.

00:45:05: Ich habe hundertzwanzig Landesbehörden abgeschaffen.

00:45:08: Ich habe von viertausend Landesvorschriften, zweitausend innerhalb von zwei Jahren überflüssig gemacht.

00:45:13: Und da gab es zu jeder Sache Diskussionen das Taxis Okkerfarben sein müssen und wir haben gesagt die können farblich sein wie sie wollen.

00:45:21: ja dann wären die Leute entführt.

00:45:22: mit Taxen.

00:45:23: die wissen nicht mehr was Taxens sind hat sich kein Problem ausgestellt.

00:45:26: oder wir haben gesagt Stehbeckereien die können verkaufen am stetisch die brauchen keine Toiletten vorhalten.

00:45:32: Es wird sich eine Lösung finden für das Problem Und es ist mir bis heute kein Problem bekannt geworden, dass irgendein Stehbecker, der überlebt hat wegen der Toiletten, eben überleben konnte weil er nicht vorhalten musste.

00:45:43: Dass da irgendwie voraus gemacht wurde.

00:45:45: Es finden sich Lösungen ganz pragmatische Lösungen und diese Diskussion dann durchzustehen und unpopuläre Dinge durchzuziehen wenn die Leute merken alle sind betroffen das trifft alles wird überall gemacht aber schafft wieder Handlungsfähigkeit.

00:45:59: Das ist nach wie vor die Erwartung, die ich an die Bundespolitik habe.

00:46:04: Dass man sagt, wenn wir den Anbau des Kanzleramts für eine Milliarde fast wird wahrscheinlich mehr kosten.

00:46:09: Wenn wir den nicht mehr stoppen können dann bringen wir aber zwei Ministerien da unter weil in dem vorhandenen Kanzleamt alle Leute unterkommen weil wir viel mehr Homeoffice machen und weil wir eine Digitalisierung für weniger Leute brauchen.

00:46:21: Wir brauchen nicht mehr so viele Redenschreiber Weil ich heute im Grunde genommen mit KI ergänzt, um das was ich im Kopf habe wunderbare Rieden kriege ohne dass da tagelang Leute mit sich befassen müssen.

00:46:34: Es ist KI gibt unglaubliche Möglichkeiten.

00:46:36: innerhalb der nächsten Jahre wird sich die Arbeitswelt kolossal verändern und viele Aufgaben in ihren Kommunalverwaltungen wird KI machen an Dialogen, an Entscheidungsvorschlägen, an Vorlagen.

00:46:48: es wird uns dramatisch verändern.

00:46:50: wenn die Politik dann vorangeht und sagt wir wissen es ist dramatisch verändert also wird sich auch bei uns verändern bekommen weniger Leuten aus.

00:46:56: dann hätte man zwei Ministerien im Anbau des Kanzleramts unterbringen können und hätte drei Ministerien weniger machen können.

00:47:02: Und wenn da auf Bundesebene angefangen wird, weniger Minister, weniger Staatssekretäre, weniger Regelungswust, weniger Normierungsgenauigkeit... Ich meine das Heizungsgesetz?

00:47:14: Ja, ich kenne wenig Liebhaber für Gesetze!

00:47:21: Also es ist einfach der Frust der Menschen, ist einfach berechtigt an Reglementierung, Annormierung und Bürokratie.

00:47:29: Und es bräuchte auch ein Handlungsspielraum der Verwaltung!

00:47:32: Dann soll doch dem Verwaltungschef bestimmter Entscheidungen verantworten und trifft er sie... ...und dann akzeptieren alle anderen, dass er sie getroffen hat.

00:47:38: Der ist aber immerhin gewählt von den Bürgern.

00:47:40: Der muss sich vor den Bürmern vor Ort rechtfertigen.

00:47:42: Also ich in aller Hinsicht abzusichere, in alle Richtungen Haftungsverbände, Rechtsstaatsfragen und Treue.

00:47:47: Es ist zum Teil völlig irre.

00:47:48: Völlig irre.

00:47:50: Also Bürgermeister müssen an alle möglichen Stellen, da treffen sie Leute.

00:47:53: Da können sie zehn Gespräche auf einmal erlegen und sich einen Tag Arbeit sparen.

00:47:56: Aber wenn Sie da auftauchen, dann waren Eintrittsgeld von zwanzig Euro und die Königinachbar ist, dass sie die auch überwiesen haben... Das ist völlig überzogen!

00:48:05: Und da muss irgendwann wieder in die andere Richtung, weil es ist achtzig Jahre lang immer noch was drauf gesaschet worden, immer noch eine Ungleich beseitigt worden.

00:48:12: Irgendwann mal wieder Resett-Taste, sonst wird die populäre Position der Kettensäge immer weiter Raum

00:48:17: greif.".

00:48:18: Dass die Leute sagen, dann entlasten wir alle.

00:48:20: Dann fangen wir neu an und bauen von Neu von Unterhauf.

00:48:22: Das will keiner von uns weil wir wissen was das für Kollateralschäden hätte aber wir dürfen es auch nicht unterschätzen.

00:48:28: Wir dürfen auch nicht sagen ja es geht nicht anders muss so sein.

00:48:31: Die Argumente ich habe sie in der Phase damals erlebt Es geht eine ganze Menge in diesem Land.

00:48:36: wenn.

00:48:36: wir haben den landtag von hunderteinundachtig auf hundertdreißig verkleinert Da haben meine Abgeordnete ihre eigene Beendigung ihrer Karriere empfieden.

00:48:44: Es war den Fland nicht allen so klar.

00:48:45: Jeder hat dann die Hoffnung, dass er bei den Hundert und ein Dreise ist.

00:48:48: Aber wenn sie das alles auf dem Mal und schnell machen, dann geht eine ganze Menge.

00:48:51: Und dieses Momentum dieser Kairos, der in Berlin im Moment fast gerade verpasst.

00:48:57: Also immer noch zu sagen jetzt dreistigsten Juni also wenn man am dreistigen Juni Ergebnis haben will da muss man eigentlich am einen zwanzundzwanzigsten Mai verdammt weit sein.

00:49:07: Da spürt man von außen, Da ist irgendwas nicht so, wie wir das als Bürgerinnen und Bürger erwarten können.

00:49:14: Und da muss man auch die Bürger verstehen.

00:49:18: Im Moment ist es eigentlich als Abgeordneter Opposition im Moment ein ganz glückliches Gefühl haben.

00:49:26: Manche reden nur einfach umzuschreiben.

00:49:27: Nur einen Namen auszutauschen, dann können sie die Vorlesen im Parlament treffen.

00:49:32: Das ist schlecht für uns politische Gruppe.

00:49:35: Parteienfraktionen sind sehr schlecht!

00:49:38: Wenn im Deutschen Bundestag eine Situation ist, dass dort Reden gehalten werden können, wo man nur den Namen des Kanzlers austauscht.

00:49:44: Das ist nicht gut!

00:49:45: Wir müssen auch selber wirklich zu uns selbst kritisch ein.

00:49:49: Sie stellen das hoffentlich nicht ins soziale Netzwerk.

00:49:52: Habe ich Pfingsten?

00:49:53: Dann kommt der eilige Geist und erleuchtet mich aber richtig.

00:49:57: Ich glaube Politikerinnen und Politiker müssen sich immer wieder daneben stellen.

00:50:03: Und ich würde mir mehr wünschen, dass sie mehr sagen was abgeschafft werden kann.

00:50:07: Es gibt ein Papier, das mich begeistert.

00:50:09: Das Papier des Bundeskanzlers Friedrich Merz mit allen sechzehn Ministerpräsidenten.

00:50:14: Zweihundertneunundzwanzig Vorschläge!

00:50:18: Jeder davon ist super.

00:50:20: Ob davon mehr als neun in Gesetzesform gegossen werden?

00:50:23: Da bin ich skeptisch.

00:50:25: Aber wenn davon hundert umgesetzt würden... Also dass ein Antrag als genehmigt gilt, wenn er nicht nach sechs Monaten beschieden ist,... ...dass ein Gebäude ersetzt werden kann, wo schon eine Genehmigung vorlag.

00:50:36: Heute ist es so, wenn Sie ein Amt haben und wollen da wieder einen Amt hinsetzen an dieselbe Stelle, müssen sie wieder vier Vegetationsperioden die Auswirkungen auf Ledermäuse untersuchen.

00:50:45: Aber da wo ein Gebäude stand, haben sich in der Regel es seinerseits wurde völlig verwahrlos auch gar keine Fehler mehr angesiedelt.

00:50:51: trotzdem haben sie eben diese Jahre dieser Brückenbauten fünf Jahre, sieben Jahre, dreizehn Jahre und dann ich war jetzt wieder in China.

00:50:59: Das wollen wir nicht, wie es da ist.

00:51:00: Natürlich nicht!

00:51:01: Wir wollen natürlich Beteiligungsverfahren das die Brücke nicht über unser Grundstück führt und wir das nur vier Wochen vorher erfahren aber dass dazwischen was geht zwischen China und Deutschland heute?

00:51:11: Das muss uns klar sein.

00:51:13: und was vor Ort los ist.

00:51:15: wenn einer etwas bauen will werde alles mitredet und Archäologen machen noch Grabungen.

00:51:20: bei mir haben sie Wildschweinskelett gefunden sich den Vorher sagen können Aber die haben da wirklich wochenlang den Baustell gelegt und es hat auch viel Geld gekostet.

00:51:27: Mich hat das gekosteten, als ich es von der Steuer absetzen wollte.

00:51:30: dieses Leute wie Sie können's nicht absetzen weil bei denen keine außergewöhnliche Belastung ist, weil sie sowieso viel zuviel verdienen.

00:51:36: Das ist dann sozusagen etwas was den Bürger schon sehr in seiner Rechtsstaatlichkeit Anerkennung von Justiz und Verwaltung närflich fordert.

00:51:45: Und da können Bürgermeister, die dürfen nicht sagen es eh nichts zu ändern sondern sie müssen zusammensitzen in diesem Netzwerk aufgreifen und sagen wir wollen dass uns da wieder mehr Handlungsspielraum gegeben wird und dann auch abfragen wann ist das umgesetzt?

00:51:58: also ich möchte ihnen eigentlich Mut machen das ganze nicht als dickicht unveränderbar zu sehen sondern als ein veränderbares Dickicht.

00:52:06: also nicht die Heckenschere aber die Rosenschere.

00:52:09: Sie wissen, wie das mit dem Rosenfraustauser ist.

00:52:11: Wenn sie denn jedes Jahr gut schneiden, haben sie schönere Rosen als wenn sie den jahrelang vorkommen lassen.

00:52:15: und so ist unsere Reglementierung jahrelang im Grunde genommen in eine Richtung gelaufen und nicht genug in die andere Richtung.

00:52:23: Das will ich eigentlich noch mal als Wunsch an Sie sagen.

00:52:26: dass es ein Netzwerk gibt, ist ein Glücksfall, dass wir sich da auch ansetzen.

00:52:35: Ja Frau Lange was sind denn Ihre Appelle auch um aus der Opposition heraus?

00:52:42: Um die kommunen Handlungsfähiger zu gestalten?

00:52:46: Wir sprechen ja gerade viel über Spaltung und wir haben auf jeden Fall auch eine Zunahme der Spaltung.

00:52:52: Aber es ist interessant, dass es auch anders als zum Beispiel in Ländern wie den USA ist, dass immer noch sehr sehr vieles gibt worauf man sich in Deutschland einigen kann.

00:52:59: also das ist eine funktionierende Bahn geben soll, dass die Schulen gut ausgebaut werden sollen, dass sie Innenortskerne lebendig gehalten werden sollen.

00:53:07: Und das Problem ist wenn dann der Bürger genau da an Interesse hat, dann trifft er sein Bürgermeister, Und trotzdem kann man nichts machen.

00:53:15: Das ist natürlich die ultimative Erfahrung von Ohnmacht und ich glaube auch, wir reden sehr allgemein darüber sind die Bürger reformbereit ja oder nein?

00:53:25: das ist ja kein psychologischer Naturzustand an dem er nicht ändern kann sondern ich glaube es schon viele Leute gerade wissen dass sich vieles verändern muss.

00:53:32: Es braucht dabei aber ein Ziel und das Ziel sollte nicht nur.

00:53:35: Wir müssen unsere Haushaltslöcher stopfen damit diese Regierung irgendwie zusammen bleiben kann.

00:53:40: Es muss gerecht zugehen, also es gibt eine gerechte Lastenverteilung und es braucht eine Empathie für die Lebenssituation.

00:53:46: Die man regelt, die man ändert auch für die Menschen ja doch oft von Reform stärker betroffen sind als das vielleicht wir Bundestagsabgeordnete sind.

00:53:53: aber dann gibt es eigentlich eine große Bereitschaft zur Veränderung.

00:53:57: dafür muss aber diese Handlungsfähigkeit vor Ort gegeben sein.

00:53:59: da sehe ich zwei Punkte als bestimmt, das eine sind die Finanzen.

00:54:05: Und es gab ja die Tendenz innerhalb der letzten Jahre und dann nämlich meine Partei und mich gar nicht außen vor dass immer wenn man so ein Thema hatte, dass man nicht ganz regeln kann auf Bundesebene wo man aber eigentlich zeigen will wir kümmern uns drum Wir sind für Gleichberechtigung und für gute Betreuung von Kindern Dann macht man Rechtsanspruch.

00:54:24: Jetzt macht man rechtsanspruch Für die Betreuungen von Kita-Kindern.

00:54:27: Danach kommt dann der Rechtsanspruch.

00:54:30: Das Problem ist, wenn sie vor Ort weder das Personal noch das Geld haben um eins von beiden umzusetzen, dann sorgt es ja nicht dafür dass die Bürger das Gefühl haben geil.

00:54:39: Die machen viel für Gleichberechtigung und frühkindliche Bildung, sondern nichts ist frustrierender als kein Kita-Platz zu finden außer Rechtsanspruch ein Kita-Plaz zu haben.

00:54:47: Und da müssten wir schon mal aus meiner Sicht das Bestellerprinzip auf Baden-Württembergischer Ebene, sind wieder als auf Landesebene einen Schritt vorangegangen in diese Richtung.

00:55:00: Also wer bestellt der bezahlt auch?

00:55:02: Das müsste eigentlich auch bundesweit eingeführt werden würde natürlich auch bedeuten dass man weniger bestellen kann.

00:55:13: also das wäre natürlich die Konsequenz daraus.

00:55:16: weil warum wird das gerade oft an die Kommunen gegeben?

00:55:18: weil der Bund jetzt auch nicht unfassbar viel Geld hat.

00:55:21: Und das zweite ist dieses ganze Thema mit Überregulierungen, wo Sie gerade schon viel dazu gesagt haben.

00:55:30: Die Bürokratie als solches ist nur böse.

00:55:33: Wir haben vorher gesprochen über eine ganz andere Kräfte in dieser Welt, die eine Welt vollkommen ohne Regeln zumindest für die Reichsten haben wollen und nicht das Stärke des Rechts sondern rechtes Stärkerinnen.

00:55:46: Und natürlich können Regel- und auch Bürokratee willkürvorgreifen, auch Korruption vorgreifen.

00:55:52: Und an vielen Stellen entstehen sie auch nicht weil jemand ich weiß dass es manchmal ein Bild dessen wie die Bundespolitik hat aber es ist wirklich nicht so Dass da nachts Leute am Schreibtisch sitzen, sich denken geil ich habe richtig Bock auf neue Bürokratie.

00:56:04: Lass mal welche einführen!

00:56:05: Sondern natürlich stecken oft gute Gedanken dahinter.

00:56:09: das Problem ist halt wenn ich so viele gute Gedanken hat dass ich kein einzigen davon mehr umsetzen kann dann ist halt auch niemand geholfen.

00:56:15: und ich glaube da müssen wir schon in eine kritische Aufgabenkritik einsteigende und Prioritäten setzen.

00:56:23: Also wenn ich sage, bestimmte Dinge sind für mich weiterhin wichtig dann muss sich an anderen Stellen Abstriche machen.

00:56:28: Ich glaube diese Fähigkeiten Prioritäten zu setzen die haben wir verlernt heißt aber auch letzter Punkt dass wir die Bevölkerung dabei in die Verantwortung nehmen müssen.

00:56:39: denn ich habe oft die Erfahrung das der Schimpfen auf Bürokratie sehr groß ist wenn es um ein selbst geht Und gleichzeitig der Wunsch nach Einzelfallgerechtigkeit auch sehr groß ist, wenn es um ein Selbst geht.

00:56:51: Ich habe Bürger bei mir in einer Bürgersprechstunde sitzen die ersten fünfzehn Minuten erzählen, die mir Frau lang dieser Bürokratie waren sind das geht alles überhaupt nicht mehr irrsinn alles weg damit und danach zu sagen übrigens mein Nachbar der diesen Baum gebaut der geht leicht in meinen Grundstück über das stört mich.

00:57:07: können sie da nicht was machen?

00:57:08: kann man das nicht verbieten?

00:57:09: und Das ist natürlich eine gewisse Schizophrenie die wir an dieser Stelle haben.

00:57:14: ich bin bei in die Politik muss vorangehen.

00:57:16: Also wenn wir es selbst nicht auf die Reihe bekommen zu zeigen, dass das anders geht wie soll's dann bei den Bürgern gehen?

00:57:21: aber es braucht auch insgesamt glaube ich da einen Mentalitätswechsel der Stärke auf Prioritäten und Pragmatismus setzen sich deshalb von dem Anspruch der absoluten Einzelfallgerechtigkeit auch verabschieden muss.

00:57:40: Ja, wir haben zwar etwas später angefangen.

00:57:42: Wir bewegen uns jetzt aber auch schon so langsam Richtung Ende, sodass ich Sie jetzt alle einmal um ein kurzes Abschlussstatement eine Einschätzung bitten würde und zwar... sagen Sie mir einen Wunsch, den sie haben damit das Thema über das wir sprechen Demokratie und Zusammenhalt in Zukunft wieder mehr an Gewicht bekommt.

00:58:04: Sie hatten in Ihrer Kinode ja auch schon das Thema zum Beispiel Empathie angesprochen.

00:58:09: was wäre da etwas worauf Sie Wert legen würden?

00:58:13: Also mein Wunsch wäre dass Sie das Thema Zukunft alle Sachen mit Zivilcourage Zeit zuhören dass sie dem große Bedeutung messen, aber vor allem über Zukunft reden.

00:58:24: Mit ihren Bürgerinnen und Bürgern in der Gemeinde, in der Stadt – wo wollen wir hin?

00:58:27: Wo wollen wir sein?

00:58:28: Was wollen wir machen?

00:58:29: Es ist einfach ein Mangel in unserem Land, über die Zukunft zu reden, eine positive Zukunftsentzählung zu entfalten.

00:58:36: Und es sind einfach zu viele im Land unterwegs.

00:58:39: diese Umlaufen als Rette sich verkannen und jeder muss noch das zeitige Segnet irgendwie noch etwas sichern.

00:58:45: Es ging eh den Bech runter!

00:58:47: Zukunft.

00:58:48: Das wäre mein Wunsch, dass Sie das machen.

00:58:49: und als Altermann sage ich Ihnen später werden sie feststellen, dass sie wahnsinnig viel zurückbekommen haben und zurück bekommen.

00:58:56: für der was sie jetzt erlitten haben also aufs Leben hin gleicht sich vieles aus.

00:59:01: Später werden sie... Also das Jahr zehn von sechzig bis siebzig ist das glücklichste Lebensjahrzehnt, es wissenschaftlich jetzt bewiesen weil man sich nichts mehr beweisen muss anderen nicht mehr beweise muss und ernten kann was man gesehen hat.

00:59:14: Und sie laufen dann durch ihre Gemeinde und sagen Die Sanierung vom Feuerwehrhaus, die hab ich veranlasst.

00:59:20: Den Sportplatz hab ich saniert und die Umkleide-Kabinen der Jungs hab ich organisiert.

00:59:25: Dann laufen sie rum, sind ein glücklicher Mensch!

00:59:27: Und jetzt werden sie manches erleiden vor allem mit ihren Gemeinderäten, den Mehrheiten und das immer zu haben und die zu informieren und mitzunehmen.

00:59:33: Aber das wollte ich Ihnen mitgeben, dass Sie einfach fröhlich von Berlin nach Hause fahren können ... Mit diesen grundlegenden Erkenntnissen der Alten an die Jungen sozusagen.

00:59:49: Frau Lang?

00:59:51: Ich habe mich noch dreißig Jahre vor mir, bis ich glücklich bin.

00:59:54: Ich würde tatsächlich noch nein.

00:59:57: Keine Angst!

00:59:57: Mir geht es ganz gut.

00:59:58: Ich will hier kein... Ich glaube, Horst Seehofer hat vor einer Woche bei der Verabschiedung von Dmitri Kretschmann hier gesagt er will keinen Mitleiter haschen.

01:00:05: das möchte auch nicht.

01:00:07: Ich würde ein Zettwort tatsächlich noch dazustellen und das ist die Zuversicht.

01:00:11: Und zwar nicht als so ein naives, wird schon irgendwie alles gut werden.

01:00:16: Die Leute haben keinen Bock auf Schönmalerei, die komplett entkoppelt ist von der Realität.

01:00:21: Aber ich habe auch das Gefühl wenn ich gerade manchmal sowohl in die Spalten bei Social Media schaue aber auch in die Presseschaue mit politischen Debatten anhöre.

01:00:29: es ist eine wahnsinnige Untergangsstimmung.

01:00:32: Es ist eine Stimmung wie unglaublich stark nur geprägt alles wird immer furchtbarer.

01:00:38: Und die dadurch auch ganz stark Angst getrieben ist.

01:00:41: Ich habe manchmal das Gefühl, wir als demokratische Parteien stehen so ein bisschen vor dieser Schlange AfD wie das Kaninchen vor der Schlange und sind dann getrieben und alles wird nur noch hergeleitet über.

01:00:51: das hilft den Rechten.

01:00:52: Nein, das hilft dem Rechten!

01:00:53: Das dürfen wir nicht machen, das müssen wir machen weil das hilft im Recht und da bleibt ja wenig Raum für eine Gestaltung, für eigene Ideen, auch wenig Raum for Zukunft und es hat ein bisschen weniger Kaninch in vor der Schlange, ein bisschen mehr Mut Und am Ende auch ein Zuversicht auf das, was wir stolz sein können in diesem Land.

01:01:11: Was wir noch schaffen können?

01:01:13: Weil ich glaube von Angst und Untergang profitieren am Ende nur die, die halt nichts anderes zu bieten haben aus Angst.

01:01:25: Herr Zweier, was würden Sie den Bürgermeisterinnen und Bürgemeistern mitgeben und was wäre auch Ihr Wunsch?

01:01:32: Ich bin ganz beschämt und fühle mich nicht so wohl in der Rolle, dass das Z so in den Mittelpunkt gerückt wird.

01:01:37: Das ist etwas ... ja... was jetzt so mit sich bringt.

01:01:43: Tatsächlich bin ich total dankbar für diese Begegnung hier.

01:01:46: Ich bin sehr beeindruckt von dem, was ich erlebe auch mit dem ich mich hier konfrontiert sehe und ich finde dass es Verbindungen gibt.

01:01:57: die haben sich deutlich rausgestellt.

01:01:59: Ich glaube das wir alle jeder in seiner Rolle und Funktion immer auch von anderen lernen kann.

01:02:04: insofern ist so ein Austausch auch wenn er im ersten Moment nicht so ganz naheliegend wirkt unglaublich wertvoll hoffe ich jedenfalls.

01:02:11: Ich wünsche Ihnen und hoffe, dass Sie stark bleiben können.

01:02:15: Und ich wünsch Ihnen sehr einfach weil ich persönlich davon profitiert habe, dass es jedem gelingt sich in seiner Rolle zu sehen und auch stolz darauf zu sein und dankbar dafür das wir so privilegierte Jobs ausüben können, dass jeder von ihnen für sich die Rolle gefunden hat, die er gerne ausübt möchte.

01:02:36: Das ist oft schwer aber auch häufig sehr schön.

01:02:41: Ich kann mich Herrn Wohl veranschließen.

01:02:43: Ich glaube, wenn man später mal auf das zurückblickt was man da eigentlich geleistet hat dann wird einem der Umfang erst wirklich bewusst und insofern lohnt es sich total.

01:02:52: ich bin sehr dankbar dass Menschen wie Sie sich engagieren in Ihrer Tätigkeit.

01:02:57: Und ich werde sehr gut bezahlt und habe mir das ausgesucht und bin da auch glaube ich in einer anderen Ebene die ich hier denn heute auch festgestellt hab wenngleich parallelen sich auftun.

01:03:08: aber Bleiben Sie stark und bleiben Sie für uns da.

01:03:10: Und gehen Sie einfach positiv ran an die Dinge auch, wenn sie manchmal schwer sind.

01:03:21: Herr Bratsch, Ihr abschließendes Statement?

01:03:24: Es wurde ja nach Wünschen gefragt oder nach einem Wunsch.

01:03:26: ich erlauben wir jetzt einfach Abschließend zwei Wünsche auszusprechen.

01:03:29: Der erste Wunschnipp noch mal Bezug auf das gesagt.

01:03:32: wo kommen wir wieder zu mehr Handlungsfähigkeit insbesondere der kommunalen Ebene und da bin ich überzeugt dass das Schlagwort Vertrauen heißen muss.

01:03:38: Wir haben heute über Empathie gesprochen die wir in allen Belangen brauchen, Vertrauen brauchen.

01:03:42: Wir zwischen unseren politischen Ebenen, Vertrauen brauchen wir auch in unsere Bürgerschaft.

01:03:47: Ich glaube, die Demokraten und die Guten sind noch immer in der deutlichen Überzahl.

01:03:52: Und wir müssen den Menschen aber auch zur Wegsamkeit verhelfen.

01:03:55: Wir müssen denen die Verantwortung tragen zu Wegsam- keit Verhelfe.

01:03:58: Aber das fühlt sich teilweise so an dass wir nur noch verwalten können und gucken, wie wir das was uns so ein bisschen zwischen den Fingern gerade zerrinnt noch zusammenhalten.

01:04:08: Und das lässt den anderen dann auch auf der Strecke bleiben.

01:04:11: Das besorgt uns als Netzwerk junger Bürgermeisterin und Bürgemeister denn hier sitzen hochmotivierte ja die am Ende auch die Zukunft unserer kommunalen Ebene darstellen werden, die das hoffentlich noch viele viele Jahre machen.

01:04:23: Dann komme ich zu meinem zweiten Wunsch und das ist dass wir es schaffen innerhalb unseres Netzwerks mit den vielen Engagierten dieses Format nicht nur weiterzuleben, sondern weiterzuentwickeln.

01:04:34: Uns eine große Stimme zu geben auf die jeweiligen Ebenen einzuwirken das ganze gerne partnerschaftlich und kollegial.

01:04:41: Vielen Dank fürs Zuhören!

01:04:43: Diese Diskussion hat gezeigt dass Demokratie vom Streit lebt aber ebenso vom Respekt Kompromissfähigkeit und von Zusammenhalt.

01:04:51: In der nächsten Sonderfolge wechseln wir das Thema und richten den Blick auf Staatsmodernisierung und Digitalisierung.

01:04:57: Dort hören wir zunächst die Kinot von Dr.

01:04:59: Kathrin Leonhardt, Vorsitzende der Sächsischen Aufbaubank – bis zum nächsten Mal!

Über diesen Podcast

„WirKommunalen – Nachgefragt!“ ist der Podcast des Netzwerks der Jungen Bürgermeister*innen. Der Podcast ein Angebot von den und für die Jungen Bürgermeister*innen, und alle kommunal Interessierten.
Es geht um Erfahrungsaustausch, Informationen zu Hintergründen, über gute Ideen und politische Einschätzungen.
Gastgeber von WirKommunalen - nachgefragt ist Henning Witzel, der das Berliner Büro der Jungen Bürgermeister*innen leitet. Er ist zudem Leiter "Kommunale Kommunikation" bei ASK.Berlin und arbeitet seit über 20 Jahren für und mit Kommunalen.
Unter „Junge Bürgermeister*innen“ verstehen wir alle, die bei ihrer letzten Wahl jünger als 40 Jahre alt waren. Aktuell sind dies über 800 Rathauschefs in ganz Deutschland. Diese verbindet oft eine andere, junge Sicht auf die kommunalen Dinge. Und sie stehen vor ähnlichen Herausforderungen.
Darüber wollen wir reden.

von und mit Netzwerk Junge Bürgermeister*innen

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