00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Wir Kommunalen nachgefragt.
00:00:08: Dieser Podcast ist ein Angebot von und für junge Bürgermeisterinnen, und für alle die sich für kommunale Themen interessieren.
00:00:15: Wir sprechen über Hintergründe, über gute Ideen und politische Einschätzung klar, pragmatisch und aus der Perspektive der kommunalen Praxis.
00:00:24: Mein Name ist Alexander Lehmann ich bin Referent beim Netzwerk Junge Bürgemeisterin.
00:00:28: Hochwasser, Waldbrände, Cyberangriffe, Stromausfälle und inzwischen wieder die Frage wie Deutschland im Spannungs- und Verteidigungsfall funktionieren würde.
00:00:36: Über Bevölkerungsschutz wird gerade viel gesprochen über Milliardenprogramme des Bundes neue Strategien und bessere Warnsysteme.
00:00:44: aber wenn eine Krise tatsächlich eintritt dann findet sie nicht dem Bundesinnenministerium statt.
00:00:49: Sie findet den Städten Gemeinden und Landkreisen statt.
00:00:52: Mein heutiger Gast kennt diese Themen wie kaum ein anderer.
00:00:55: Albrecht Bröme hat seine berufliche Laufbahn als Feuerwehrmann begonnen, war Landesbranddirektor von Berlin Präsident des Technischen Hilfswerks und über viele Jahre Vorsitzender des Zukunftsforums öffentliche Sicherheit.
00:01:08: Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit der Frage warum Deutschland aus der Krise zwar viel lernt die Erkenntnisse aber staunlich häufig nicht umsetzt.
00:01:16: Ich möchte mit Ihnen heute deshalb vor allem darüber sprechen, was Bevölkerungsschutz für Kommunen bedeutet.
00:01:22: Welche Verantwortung tragen Bürgermeisterinnen und Bürgemeister?
00:01:25: Haben Sie dafür genügend Geld und Personal?
00:01:28: Was kommt durch die zivile Verteidigung zusätzlich auf Städte und Gemeinden zu?
00:01:32: Und wie krisenfest ist Deutschland eigentlich wirklich?
00:01:35: Sehr geehrter Herr Brömme!
00:01:36: Herzlich willkommen in unserem Podcast – schön dass Sie heute mit uns sprechen.
00:01:40: Ja ich freue mich sehr, dass ich heute bei dem Netzwerk für junge Gemeindeschäfts dabei bin.
00:01:46: Die Idee, sie in unseren Podcast einzuladen kam mir im April.
00:01:50: Als ich dem Podcast «Hundertvier Stunden Blackout des Berliner Tagesspiegels» gehört habe, dort sind Sie einer von mehreren Expertinnen die die Ereignisse im Januar XXV hier in Berlin einordnen und zudem waren Sie auch Mitglied der Expertenkommissionen, die im Nachgang einen Bericht zur Resilienz in Berlin vorgelegt hat.
00:02:09: In der dazugehörigen Presseveröffentlichung heißt es eine resiliente Stadt beweist ihre Stärke gerade unter Stress.
00:02:16: Lassen Sie uns vielleicht genau damit einsteigen, was bedeutet denn Resilienz ganz allgemein und speziell auf die Kommunen runtergebrochen?
00:02:44: Wenn man mit einem normalen Menschen spricht, an wen wendest du dich dem Wenden?
00:02:48: ein Problem hast vor Ort?
00:02:51: Dann sagen viele mein Bürgermeister.
00:02:54: Das heißt die Bürgemeister sind nach wie vor natürlich auch die Bürgrermeisterinnen Vertrauenspersonen an die hohe Erwartung gestellt werden, die die nicht immer erfüllen können.
00:03:03: aber die Erwartungen sind da und das ist zugleich eine Chance gerade für dieses Lientel also Bürgermeister-Bürgermeistinnen in ihrer Verantwortung für die Mitmenschen.
00:03:15: Das ist nicht das Land, das ist schon gar nicht der Bund.
00:03:20: Der Landkreis ist schon dichter dran aber auch immer noch ein Stück weg.
00:03:25: Die Bürgermeisterinnen sind die Leute, die man kennt und von denen erwartet man Hilfe.
00:03:34: Und Resilienz bedeutet dass man sich vorbereitet, dass man auch bewusst ist welche Lücken es geben könnte, wie man sich schließen müsste.
00:03:44: Nicht jede Lücke kann ich schließen und ich habe schon oft gesagt Manche ein Bürger denkt in einem Krisenfall stellt mir doch der Bürgermeister jeden Morgen Liter Milch und vier Brötchen auf uns auch vegan vor die Tür.
00:03:58: Das macht er im Normalfall nicht und in der Krise schon gar nicht.
00:04:01: Aber manche Leute haben so eine Vorstellung.
00:04:04: Sie kennen ja sowohl die operative Einsatzebene, sie kommen aus dem Bereich der Feuerwehren als auch die Ministerien, Verwaltung und politische Entscheidungsprozesse.
00:04:14: Wenn Sie heute auf eine durchschnittliche deutsche Stadt oder Landkreis schauen wie gut wären diese auf einen wirklich schweren mehrere Tage- oder wochendauernde Krise vorbereitet?
00:04:25: Wenn ich jetzt mal Noten vergeben sollte oder ein Ranking machen soll, ist schwieriger.
00:04:31: Noten ist vielleicht einfacher.
00:04:34: Eine Eins hat wahrscheinlich keine Kommune verdient.
00:04:37: Viele liegen eher bei der Note vier, also ausreichend.
00:04:41: Man ist auch mangelhaft.
00:04:45: In dieser Ebene werden sich viele Bereiche wiederfinden.
00:04:48: und dann wenn ich sagen will ja Werrohr an, wisst ihr denn das?
00:04:51: Ich sage wie sieht euer Hitzeschutzplan aus?
00:04:54: was habt ihr für kälte Einbrüche?
00:04:57: Was habt ihr die Grasmangellage vorgesorgt?
00:05:04: Wie beobachtet ihr die Entwicklung der versiegelten Flächen, um auch die Erwärmung im Sommer etwas erträglicher zu machen?
00:05:12: Das sind alles blöde Fragen, die viele Bürgermeister in Schwitzen bringen.
00:05:17: Und das müsste sich ändern!
00:05:20: Vielleicht täglich anknüpfend an was wir Sie gesagt haben, ein konkretes Beispiel Blackout.
00:05:25: vor wenigen Tagen gab es eine neue oder vielleicht nicht ganz so neue Erhebung, dass in Deutschland knapp zwei-tausend zweihundert Anlagen als kritische Infrastruktur eingestuft werden und allein davon fünfhundertfünfzig im Energiesektor.
00:05:39: Wenn in einer Kommune für mehrere Tage, Berlin auch große Kommune hat es ja getroffen der Stromausfeld welche kommunalen Strukturen müssten als erstes wieder funktionieren?
00:05:50: oder wie würde so ein Krisenfall ablaufen?
00:05:53: Es gibt einen weitverbreiteten Irrglauben, den findet man bei Bürgermeistern und Bürgemeisterinnen genauso wie bei der Bevölkerung die dann sagen wir haben doch unsere Feuerwehr.
00:06:04: Die macht das schon.
00:06:06: Das sage ich mir.
00:06:06: was sollen die Feuerwehr noch alles machen?
00:06:08: Dies auch dafür da auch im kritischen Zeichen Brände zu löschen und Hilfeleistungen zu bieten wenn Unfall passiert ist.
00:06:16: Man kann nicht sagen die ganze Feuerwehr macht jetzt nur noch Blackout.
00:06:20: In Berlin war es ein bisschen so.
00:06:23: Es waren betroffen in Berlin bei diesem Stromausfall, ein Blackout war das String genommen nicht.
00:06:29: Aber bei dem mehrtägigen Stromausfalt waren betroffene zwei Prozent der Bevölkerung und es waren im Einsatz fünfzig Prozent der Feuerwehr und zwanzig Prozent der Polizei.
00:06:39: was wäre denn eigentlich gewesen wenn zehn Prozent betroffen wären also sprich zwei Bezirke oder eine ganze Bezirk und nicht nur einen Teil eines Bezirs.
00:06:49: Was würde es sein, wenn der ganze Spaß in Anführungszeichen mal vier Wochen dauert und nicht nur vier Tage?
00:06:56: Leider sind das Szenarien die nicht auszuschließen sind.
00:07:00: Und daran merkt man dann schon wie die Vorbereitungen sind und dass ist eben nicht ausreichend zu sagen.
00:07:05: irgendwie kriegt man das schon hin und die Feuerwehr macht das!
00:07:07: Die Feuerwehr Macht was sie kann, die Polizei auch und das THW unterstützt auf Anforderung ist alles keine Frage.
00:07:15: aber das ist nicht die Lösung auf die man sagen kann, irgendwie machen wir das.
00:07:21: Es gibt einen verbreiteten Meinung, der vielleicht auch zutrifft, als wenn es darauf ankommt im Verteidigungsfall oder in einer riesigen Krise oder im Riesenkatastrophe kriegt man das schon irgendwie hin.
00:07:37: Dann werden wir schneller und dann werden wir besser.
00:07:40: Das sage ich nur wesentlich entspannter, wesentlich mit möglichst wenig Durcheinander funktioniert jede Riesenbewältigung dann, wenn man auch ein paar Vorbereitungen getroffen hat.
00:07:53: Und die Vorbereitung kostet natürlich auch Geld, sie kosten Ressourcen, aber sie müssen getroffen werden.
00:07:58: Es gab zum Beispiel in diesem Berliner Bereich keine Planung wo man sogenannte Katastrophenschutzdurchstürme aufbaut.
00:08:06: es gab keine Planungen wie Lautsprecher durchsagen und durchzuführen sind durch die Polizei oder andere Organe das vor alles nicht geplant.
00:08:14: Dann lief das eben ungeplant ab, hat auch irgendwie funktioniert.
00:08:19: Hat aber Mängel und Rücken gehabt die nicht erforderlich gewesen wären.
00:08:23: Mhm.
00:08:24: Wo sehen Sie denn derzeit die größten Schwachstellen?
00:08:26: bei der Technik- und Ausstattung oder beim Personal unter Verwaltungsstruktur?
00:08:31: Oder vielleicht sogar beim politischen Bewusstsein?
00:08:34: Ach ich überall!
00:08:36: Wobei an der Anzahl des Personals scheitert es nirgendwo.
00:08:40: Berlin hat... ohne die Eigenbetriebe hundertdreißig tausend Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen.
00:08:47: Da kann doch passieren was will Leute habe ich genug!
00:08:50: Die ein sind natürlich zuständig für Pflanzen, die andere sind zuständig for Standesamtsgeschichten, hat jeder seine Ausbildung, seine Zuständigkeit.
00:08:59: aber im Falle eine Krise muss es doch mal bereit sein erstmal emotional und natürlich auch mit paar Vorbereitungen real dass sagen Wir setzen mal die Leute das anders ein.
00:09:12: Ja, da bleibt ja meine Arbeit liegen.
00:09:13: Das heißt, wenn man eine Krise hat, bleibt eben auch mein Antrag liegen noch länger als sonst.
00:09:21: Die kommunale Ebene ist in seiner Struktur sehr heterogen.
00:09:26: Wo sehen Sie denn die größten Unterschiede beim Thema Resilienz zwischen Großstädten, Landkreisen aber auch Kleingemeinden?
00:09:34: Die Kleingemeinden haben es eigentlich am einfachsten Resilienz zu werden, weil sie überschaubar sind.
00:09:41: Nur da muss man mal verstehen über was reden wir eigentlich?
00:09:46: Ich habe letztes Jahr mal einen Vortrag gehalten in einer Gemeinde.
00:09:49: die hatte stopp.
00:09:51: zwei tausend Einwohner also eine eher kleine Gemeinde Also über Resilience hab ich da gesprochen war ne sehr große Resonanz waren hundert Leute im Saal gekommen.
00:10:01: das war für so ein kleines Dorf schon sehr viel.
00:10:03: Ich habe gesagt, was macht denn den?
00:10:05: Wie viele Mitarbeiter hat denn die Gemeinde?
00:10:07: Er sagte wir haben achtzig Mitarbeiter.
00:10:10: Sag ich das ist ja für so eine kleine Gemeinde viel.
00:10:12: Ja er sagt da ist der städtische Kindergarten dabei.
00:10:15: Da arbeiten stopp fünfunddreißig Warners.
00:10:19: Das sage ich.
00:10:19: was macht er denn im Krisenfall mit dem Kindergaten?
00:10:22: Dann werde ich angeschaut.
00:10:24: Was soll man denn machen?
00:10:25: Die Sache macht er denen dann zu weil die Kinder sowieso nicht kommen können oder lasst er den rund um die Uhr offen, weil auch andere kommen.
00:10:34: Ihr habt im Kindergarten die Möglichkeit mit Los und mit Duschen natürlich speziell für Kinder alles gemacht.
00:10:41: aber ihr könnt eine ganze Menge anbieten Und ihr könnt das Personal was ihr da für den Kindergraden habt im Zweischichtenssystem auch anders einsetzen.
00:10:50: Aha ja natürlich geht das.
00:10:53: Aber wenn man so etwas sich nicht mal überlegt hat wie immer mit so kleinen Ressourcen unglaubliche Wirkung erzählen kann, ich finde das ist eine Sache die macht auch Spaß und es ist ja nicht alles nur bedrohlich.
00:11:07: Ich erzähle sie inzwischen gerne weil es auch das ein schönes Beispiel aus dem eigenen Dunstreis findet.
00:11:13: mit meinem Enkel der ist drei da spielt man manchmal Blackout gefällt ihm inzwischen sehr gut.
00:11:19: dann sagt er ach lass uns wieder mal black out spielen.
00:11:23: Dann macht man das Licht aus.
00:11:24: Wenn es jetzt abt ist, dann sieht es dunkel und dann holt er so eine spezielle Campingleuchte raus.
00:11:29: Das sind meine Katastrophenleuchten.
00:11:32: Und ich darf weiter anmachen mit dem Scheinwerfer.
00:11:35: Da sitzt mir um diese Leuchte rum und finden das ganz nett.
00:11:38: D.h.,
00:11:39: auch die Vorbereitung im familiären Umfeld kann man net machen!
00:11:43: Es ist doch nicht alles schrecklich und bedrohlich wie Blöde Krise.
00:11:49: Natürlich wollen wir das nicht.
00:11:50: Man kann darüber reden und was tun.
00:11:53: Wie kann ich die vorhandenen Personalressourcen auch anders einsetzen?
00:11:59: Das muss man in Ruhe überlegen, ohne dass ein Fall eintritt, abstrakt.
00:12:03: Kann ich das machen?
00:12:04: Früher gab es da Vorschriften, dass es so rare gemacht werden musste.
00:12:07: Die sind aber entfallen.
00:12:09: Ich kann nur sagen, das ist ... Ein Personalressource ist ein wichtiges Gut.
00:12:14: Und selbst wenn ich die Einsendste sage, ihr habt hier einen Plan.
00:12:17: Die muss natürlich geben und ihr lauft diese Straße ab und knieelt überall ob die Leute noch zu Hause sind oder nicht.
00:12:23: Wer kann jeder machen?
00:12:24: Da muss keiner Linkelausbildung haben!
00:12:27: Da muss auch nicht zuständig sein Häuser aufzusuchen sondern das macht man dann eben mit vorbereiteten Unterlagen.
00:12:33: also sprich so ein eingeschweißter Stück Stadtplanausschnitt wo eingetragen ist... Das ist dein Gebiet.
00:12:39: Dann gebe ich das an und sag um du kommst wenn du fertig bist kommst drüber.
00:12:42: Du hast auf dem Zettel geschrieben, wo was in Ordnung war und wurde.
00:12:46: Wo man nochmal kontrollieren muss oder wo man irgendwas anderes machen musste.
00:12:51: Das sind Aufgaben die haben mit dem Alltag nichts zu tun.
00:12:56: das ist die Katastrophefall oder die Ausnahmesituation.
00:12:59: Muss da nicht gleich eine Katastrufe sein?
00:13:02: Und auch dafür kann und muss eine Krimone vorbereitet sein.
00:13:06: Wenn man sich jetzt fragt über welches Szenario muss man sich vorbereiten Da muss sagen, das Wahrscheinlichste ist immer noch Stromausfall.
00:13:13: Auch ein längerer Stromausfall und es weit wahrscheinlich ist mit irgendein Cyber-Angriff legt die Verwaltungssoftware lahm.
00:13:20: Und wie arbeitet die Verwandlung ohne Software?
00:13:24: Wenn man im Landrat redet was ich schon getan habe der in ein halbes Jahr lang die Verwendungsoftware nicht nutzen konnte.
00:13:32: Keilbauantrag konnte so bearbeitet werden wie bisher.
00:13:36: Geburtserkunden, Sterberkunden mussten auf dem anderen Weg erzeugt werden.
00:13:40: Das war schon ziemlich anspruchsvoll was da alles daran geändert werden musste.
00:13:44: aber auch das muss ich nicht in jedem Schritt vorherplanen.
00:13:49: Das wäre zu viel des Guten.
00:13:51: aber ich muss es mal wie man so sagt andenken oder mal einen Rahmenplan machen und das kostet nicht viel Ressourcen.
00:13:57: dann muss auch keine Firma beauftragen die dafür eine Schweinigeld bekommen sollen einfach selber machen.
00:14:02: Sie haben im vergangenen Jahr ein Buch veröffentlicht mit dem Titel Deutschland in der Krise.
00:14:08: Der Krisenmanager der Nation über Pandemie, Migration, Jahrhundertflut rohen der Krieg und wie wir den Herausforderungen der Gegenwart begegnen können.
00:14:17: Eine Lektüre die ich sehr empfehlen kann – Ich habe mir das auch im Vorfeld für die Podcastaufnahme zugelegt und sehr interessiert gelesen.
00:14:25: Darin entwerfen Sie eine Reihe von Katastrophenszenarien für Deutschland oder die Deutschland treffen können und ordnen diese auch nach Wahrscheinlichkeit, Nach Auswirkung auf die Bevölkerungsgeschwindigkeit.
00:14:36: Auf.
00:14:37: Welche Aufgaben müssen Kommunen heute im Bevölkerungsschutz übernehmen, die vielleicht vor zwanzig oder dreißig Jahren noch gar keine vergleichbare Bedeutung hatten?
00:14:46: Sie haben ja schon Cyber-Angriffe genannt.
00:14:48: Was uns immer mehr zu schaffen machen wird ist sind heiße trockene Sommer.
00:14:53: Also Hitzeschutzpläne sind nicht nur was für die Schublade Sonst brauchen wir dann auch.
00:14:59: Kann ich irgendwelche Wärmeinsel oder Kälteinseln machen, indem ich mal ein paar Flächen die geflasst hat waren.
00:15:06: Wieder Entziegler und Bäume hinpflanze.
00:15:09: Sie glauben gar nicht was Baumbestand für eine positive Auswirkung hat vor Ort aufs Klima.
00:15:14: Man kann ja denken wie man will aber es gibt ja bewachene inzwischen bewachsende Hausfassaden und natürlich begrünte Dächer.
00:15:22: das ist für die Kommune nur gut.
00:15:23: Und wenn ich dann im anderen Fall sehe Ich vorgerte, wo der Stadt mit Gras oder irgendwelchen Pflanzen Schotter liegt.
00:15:33: Das müsste verboten sein – ich will das als gemeinte Oberhaupt auch sofort
00:15:37: verbieten.".
00:15:54: Die Auswertung unseres Stimmungsbarometers des Netzwerkes, das auch wenige Tage zurückliegt hat ergeben dass nur noch neunzehn Prozent der befragten Bürgermeisterinnen und Bürgemeistern ihre Kommune für finanziell handlungsfähig halten.
00:16:08: Kann eine Kommune Verantwortung für Resilienz übernehmen wenn sie finanzieell kaum noch Spielräume hat?
00:16:14: Jetzt kommt eine blöde Antwort.
00:16:16: vielleicht.
00:16:16: ich sage es muss es trotzdem tun Weil nicht alles ist mit mehr Geld verbunden, aber das meiste brauche ich auch Geld dafür.
00:16:25: Und ich weiß die Finanzsituation vieler Krimonen sind die Pfeifen auf dem letzten Loch um das mal sozusagen und es fehlt ihnen für viele notwendige Dinge das Geld.
00:16:35: da muss ich sagen wofür wird's denn ausgegeben?
00:16:38: in vielen Bereichen haben wir eine Personalentwicklung gehabt die einfach absurd ist.
00:16:43: ein Berlins in den letzten Jahren glaubt zehn Prozent mehr im öffentlichen Dienst gewandert und dass man sagen kann, ja das ist alles besser geworden.
00:16:51: Ich habe den Eindruck manchmal sind je mehr Leute es gibt desto schwieriger ist es noch zu antworten oder zu Ergebnissen zu kommen.
00:16:59: Aber bei kleinen Kommunen kann man anders handeln, kann man an das arbeiten Und natürlich ist ein finanzielles Loch schnell da.
00:17:07: Da kann ich nur sagen, da muss eben dann bei solchen Aufgaben der Landkreis oder Regierungsbezirk oder des Landes für einen gewissen Anreiz sorgen somit auch für Ausgleichsorgen.
00:17:18: Nicht jeder kann es im Eignungsaft selbst machen.
00:17:21: Das passt dann, glaube ich ganz gut.
00:17:23: auch zur nächsten Frage Bei vielen Aufgaben reagiert der Bund ja auch mit Förderprogrammen.
00:17:28: Aktuell führen wir eine Diskussion um eine Gemeinschaftsaufgabe für Hitzeschutz Sie haben ja die Bedeutung von Hitzerschutz gerade eben schon ausgeführt und auch für Klimaanpassungen.
00:17:38: Sind Förderprogramme für Bevölkerungsschutz und Resilienz überhaupt das richtige Instrument oder brauchen die Kommunen nicht gerade für diese Aufgaben eine dauerhafte und verlässliche Grundfinanzierung, statt nur projektbezogen um einzelne Fördertöpfe zu kämpfen sich zu bewerben.
00:17:56: Also ich bin kein Freund von solchen Förderungen weil sie kosten unglaublich viele Ressourcen in der Auslobung, in einer Verteilung der geltenden Entscheidungen wer kommt an welchen Topf kriegt wie viel.
00:18:08: das wäre mit einem festen finanziellen Austohtung meiner Meinung nach besser den Gemeinden oder auch die Sache geholt schon als wenn man da nun irgendwelche Vöttern zum Auslobt, die dann nach langen Streitern erzahlt werden.
00:18:23: Wir müssen vorallem auch in vielen Entscheidungen schneller werden und diese ganze Förderung mit den Beantragungen oder Teilgenehmigung oder Ablehnung das dauert alles viel zu lange.
00:18:34: Wie problematisch ist es wenn eine Kommune zwar Geld für die Anschaffung hat?
00:18:39: Zum Beispiel eines Notstromaggregats aber dauerhaft für Personalwartungen Treibstoffübungen oder dergleichen, dass die finanziellen Mittel fehlt wird Bevölkerungsschutz politisch zu häufig als Investitionsproblem verstanden.
00:18:53: Obwohl es eigentlich vor allem in dauerhaftes Betriebs- und Personalproblem ist?
00:18:58: Ich sage das manchmal stark vereinfacht.
00:19:00: Blech haben wir inzwischen genug.
00:19:02: Natürlich kann man sich immer noch davon davon davon was beschaffen weil so schon mal irgendwelche gab aber gerade nur schon einmal.
00:19:09: gerade muss er auch richtig bedient werden können.
00:19:12: Und dann würde ich als Kommune, wenn ich so etwas beschafft hätte immer fragen kann es die Feuerwehr machen oder habe ich in meinem Umfeld auch eine Liegenschaft des THW mit dem Ortsverband?
00:19:23: und da muss man das dem überhelfen.
00:19:26: Es muss auf jeden Fall immer auch geübt und also ausgebildet trainiert und geübpt werden.
00:19:32: Sonst ist die ganze Ausstattung für den Katz.
00:19:35: Sie sprechen sehr häufig von Durchhaltefähigkeit in diesem Zusammenhang und da würde ich ganz gerne mal einmal konkret werden.
00:19:42: Ich weiß nicht, ob sie die Frage beantworten können aber was kostet denn durchhalte Fähigkeit eigentlich?
00:19:47: Und was müsste eine Kommune konkret finanzieren wenn sie beispielsweise für seventy zwei Stunden oder sogar für ne Woche handlungsfähig bleiben soll?
00:19:57: Ja, die Frage ist immer, was ist die Vorgabe?
00:20:00: Was isst die Randbedingung?
00:20:01: Was ist die Wunschvorstellung?
00:20:03: Und wenn ich also rare, egal wie wir müssen auch eine Woche lang ohne Strom aushalten oder eine Woche ohne dieses oder jenes muss sagen ist es ne Vorgabe und dann setzt das Plan an.
00:20:15: Das sollte man auch mal üben, auch mal real üben.
00:20:19: Ich kann natürlich eine Woche lange nicht den Strom abschalten und eine Übung draus machen.
00:20:22: Das geht auch nicht!
00:20:24: Ich bin sehr der Meinung und sehr dafür dass man natürlich die Sorgen der Kommunen ernst nimmt.
00:20:30: Aber an jeder Kommune gibt es auch hervorragende Fachleute, die manchmal die Kommune selbst noch nicht kennen muss mal die eben mal fragen was macht ihr denn hier in eurer Kommune?
00:20:39: Und eins ist auch klar von den zwanzigtausend Kommunen gibt's sehr viele wo schonmal sowas ähnliches gemacht wurde tauscht das doch einfach aus und übernimmt das was woanders mit Erfolg gemacht wurde gut gemacht wurde.
00:20:53: Das kann man dann auch im Baden-Württemberg oder in Hessen gut machen.
00:20:57: Sie sprechen in dem Zusammenhang durchhalte Fähigkeit auch häufig von Verantwortungsdiffusionen.
00:21:02: Was verstehen sie denn darunter und wie erleben Bürgermeisterinnen und Bürgemeister das konkret?
00:21:08: Ich nehme an das Beispiel der AHA, da gibt es ja auch Bürgermeisterin.
00:21:15: Wenn man sich heute mal eine Karte anschaut was über Fluttrungsgebiet vor fünf Jahren war Wenn man sich heute anschaut, wo neu gebaut wird oder wiedergebaut wird, dann steht man da oft keine Unterschiede fest.
00:21:29: Das heißt wenn wieder so ein Starkregen passieren würde, hätte mir wieder so hohe Schäden.
00:21:34: Das fällt bei mir unter die Überbrüche Demenz.
00:21:38: Das heisst nach einem halben Jahr als Jälfte vergessen und das ist schade dass in unserer Gesellschaft sowas so vorkommt Obwohl wir auf der anderen Seite die Motivation sich mit Resilienz zu beschäftigen, die muss ein Stück von innen kommen aber auch von außen andere stoßen werden.
00:21:57: Also ich habe Szenarien beschrieben.
00:22:00: Da sind Szenarianen drin das sind für eine Kurbine.
00:22:04: Vielleicht können sie zur Kenntnis nehmen und sagen was soll mir denn da machen?
00:22:08: Beispiel Flüchtlingsstrom oder...
00:22:12: Vulkanausbruch hatte ich immer.
00:22:14: Vulkanausbruchs, Stapelitenabsturz, Meteoritenabsteinschlag, das sind so Sachen wo man sagen kann da ist die typische Kommune also muss ich kann sie nicht weiter machen als Abwarten und Tee trinken.
00:22:26: aber auch da gilt wenn man sich vorbereitet hat wenn man weiß die Bevölkerung bei ist der Bürgermeister ist da dann können wir es sich drum macht alles was er tun kann Und die Medien werden auch gut informiert, dass sie keinen Mist erzählen.
00:22:40: Sozialen Medien auch natürlich!
00:22:42: Das kann man schon so machen das es auch funktioniert.
00:22:46: Wie gesagt ich sehe es an meinem Enkel der gerne Stromausfall spielt weil er das ganz lustig und interessant findet ja warum denn nicht?
00:22:54: Warum macht man nicht den Wettbewerb in Ortsteilen?
00:22:57: jeder Koch mal mit irgendwelchen einfachsten Mitteln auf dem Notfallkocher Mittagessen und da macht man mal eine Premierung der Küche.
00:23:08: Also es gibt so viele Möglichkeiten, wo man auf kommunaler Ebene was machen kann... ...was im Grunde genommen keine Geld kostet.
00:23:15: Sondern die Idee, Espritkostetas und Kreativität wird an vielen Stellen verlangt und wird aber auch zu Nichtig gemacht muss ich schon sagen.
00:23:27: Man kann bürgerfeste Tod machen indem er sagt, wo ist denn eigentlich jetzt hier die Gefährdungsanalyse?
00:23:33: für das Kistenstabeln oder für irgendwelche anderen Aktionen.
00:23:37: Das wird nicht da sein, also darf es dann nicht gemacht werden.
00:23:40: Wenn man ein Projekt nicht will, sage ich mir gibt's vier Begriffe.
00:23:44: Brandschutz, Datenschutz, Naturschutz und... Also es gibt noch einen Viertel.
00:23:51: Es sind so Schlagworte wo man sagen kann ja wenn man was nicht will dann zieht mal eine dieser Karten und sag mal guck hast du mal daran gedacht?
00:23:59: Dann musst du nochmal neu planen!
00:24:03: anstatt zu sagen, dass wir bis jetzt uns gemeinsam sind und versuchen eine Lösung.
00:24:06: Sie haben
00:24:08: mir die Katastrophendemenz gerade eben schon angesprochen.
00:24:11: Da würde ich tatsächlich gerne mal ein konkretes Beispiel aufgreifen, nämlich das Arthal, dem widmen sie ja in ihrem Buch auch ein ganzes Kapitel.
00:24:18: Welche Lehren aus dem Arthall sind denn heute tatsächlich umgesetzt worden beziehungsweise?
00:24:23: Welche wurden wieder verdrängt?
00:24:25: Ich glaube es meiste wurde verdrinkt und umgesetzt also bin ich sehr zurückhaltend.
00:24:32: Die Bahn hat natürlich die Bahnstecken auf den gleichen Stellen wieder aufgebaut, wo sie vorher weggespült waren.
00:24:38: Nach der Motto Betriebsgenehmigung für Bahnen sind an die Strecke gebunden und da kann ich nicht fünf Meter weiter das Leiche machen.
00:24:47: Da wird es eben wieder so gebaut wie es war.
00:24:49: Das heißt wenn wieder ein Hundenbett passiert ist die Stärke dann eben wieder weggespielt.
00:24:54: Obwohl man sich ein bisschen stabiler gebaut hat mit dem anderen Gleis unter Bett was weiß ich ja aber Man müsste den Ort verändern.
00:25:03: Wenn man sich heute eine Satellitengrader anguckt, ich sage es noch mal wo waren damals die Überschwemmungen?
00:25:09: Wo waren damals sie zerstörten Häuser?
00:25:11: und wo wird heute gebaut?
00:25:13: Das ist deckungsleicht!
00:25:15: Man kann keiner sagen dass man mit einem stabileren Keller das Problem erschlagen kann.
00:25:20: Man müsste manchmal sagen an dieser Stelle bauen wir nicht mehr auf
00:25:24: was sich keiner traut.
00:25:25: Dann wird dann gesagt, die Versicherung springt da nicht mehr ein.
00:25:28: Wenn man woanders baut, bezahlt sie immer noch im gleichen Ort.
00:25:32: Ich sag, hast du mal mit der Versicherung geredet?
00:25:34: Nee, sondern es heißt doch, wird so gesagt ja.
00:25:37: Der normale Mensch hat keinen Interesse sich wirklich zu verändern.
00:25:41: also alle anderen können sich auch verändern aber man selbst nicht.
00:25:44: Also man hat viel zu wenig aus Katastrophen gelernt.
00:25:48: ich sage nochmal das etwas schärfere Beispiel fünf Jahre vor dem A-Hochwasser waren ähnliches Hochwasser in Niederbayern, Simbach am Innenen.
00:25:58: Auch mit Toten!
00:25:59: Die Toten sind umstehen bekommen im Keller- und Nativgarage.
00:26:02: Wann glaube ich fünf Tote damals?
00:26:05: Wenn allein dieser Erkenntnis beim Hochwasser gehst du nicht in den Keller, beim Hochwasser geht es zum grannischen Jarage um noch schnelles Auto zu holen bla bla bla.
00:26:13: wenn die alleine an dem Ahrtal bekannt gewesen wäre wird ein achtzig Leute bestimmt noch leben hat.
00:26:20: aber die Erkenntnis fehlte, also gibt's dann die Lücke.
00:26:23: Bürgermeisterinnen und Bürgemeister stehen ja häufig vor einem Dilemma.
00:26:27: Sie wissen das Vorsorge wichtig ist?
00:26:30: Sie müssen aber gleichzeitig Schulinsanieren, Kitas finanzieren – wir haben ja schon über die finanziellen Engpässe gesprochen!
00:26:36: Wie lässt sich politisch vermitteln Geld für eine Krise auszugeben, die möglicherweise nie
00:26:42: eintritt?".
00:26:42: Ja wenn ich die Frage so reistellt würde, würde ich sagen, ich muss da überhaupt kein Geld ausgeben für ne Krise, die nie einteht.
00:26:50: Aber wenn ich Riese die vielleicht mal eintritt, muss sie schon Geld ausgeben.
00:26:53: Also es kommt sehr oft auf die Fragestellung darauf an.
00:26:56: Ich empfehle sehr sich auch mit unwahrscheinlichen Fällen zu beschäftigen nicht um möglichst viele Riesenpläne im Vorfeld exakt zu machen und der Annahme dass das so auch wird.
00:27:08: So ein Eintritt sondern in der Annnahme dass man sich vorbereitet man eben nicht unvorbereitet ist.
00:27:14: Das ist der feine Unterschied.
00:27:16: da wir gerade auch beim inhaltlich beim artal waren, in ihrem buch ist ein teil des artalkapitels das drei k prinzip.
00:27:24: ja was meinen sie damit
00:27:27: unter drei k prinzip verstehe ich in krisenköpfe kennen genau genommen vor krisenköpfen kennen.
00:27:34: also wenn man sich erst dann kennen lernt wenn man auf dem drüben offen steht und sagt was machen wir denn jetzt und wo bist du eigentlich?
00:27:41: Was hast du denn für fähigkeiten.
00:27:43: Was haste für möglichkeiten dann ist das Ganze zu spät.
00:27:47: Und um das zu vermeiden, muss man das Dreikram prinzipienraten losbeachten.
00:27:53: Seit dem russischen Vollangriffskrieg auf die Ukraine wird ja auch das Thema Zivileverteidigung wieder stärker diskutiert.
00:28:00: Auch die Bundesregierung hat Bevölkerungsschutz deutlich stärker in den Fokus genommen und das Kapitel in ihrem Buch überschreiben Sie mit den Worten warum wir auf einen Angriffskriegen nicht vorbereitet sind.
00:28:12: Wenn wir über zivile Verteidigung sprechen, was bedeutet das konkret für deutsche Kommunen?
00:28:16: Welche Aufgaben kämen im Spannungs- oder Verteiligungsfall zusätzlich auf Städte und Gemeinde und Landkreise zu.
00:28:22: Also im Verteidingungsfall fragt keiner um nicht zu sagen gerade keiner ob die Kommune noch Geld hat sondern sie muss einfach machen.
00:28:30: Was ich Kommunen empfehle ist wenn so etwas sich anbahnt dass es sich dann Netzwerken machen untereinander um zu sagen wer macht was wer kümmert sich wie drum.
00:28:40: Also die Bereitschaft der Kommune zu helfen ist dann besonders groß, wenn es sich auf den Bereich der Kommunde bezieht.
00:28:47: Wenn das aber jetzt die Hefe woanders erfordert wird oder ein bisschen weiter weg, dann wird das sehr schnell und sehr schwierig.
00:28:54: nochmal ich singe gerne das Folied auf die Kommunen weil sie die Bürgerschaft kennen nicht jeden einzelnen aber viele anderen.
00:29:02: Und ich kann nur sehr hoffen dass die guten Beispiele wie man mit der KRONE richtig umgeht dass die sich irgendwann die Waage halten oder dass es irgendwann heißt, das nächste Beispiel machen wir gar nicht mehr.
00:29:16: Und mit guten Beispielen zu lernen ist eine der wichtigsten Aufgaben wie die Kommunen hat.
00:29:22: aber da sind wir noch lange nicht am Ende der Veranstaltung.
00:29:25: Ich würde gerne den großen Punkt, der Ihnen auch sehr wichtig ist Ehrenamt ansprechen.
00:29:30: Sie sind bereits als Schüler in Ihrer Heimat Jarmstadt ins THW eingetreten später bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert Und in Deutschland bestätigen die Blaulichtorganisationen hauptsächlich aus Ehrenamtlichen.
00:29:45: Wenn wir über resiliente Kommunen, Zivilverteidigungen, leistungsfähige Bevölkerung sprechen reden wir sehr schnell aber über Milliardeninvestitionen.
00:29:54: Aber am Ende müssen ja Menschen die Fahrzeuge fahren, die Sandsäcke föhnen Nutzstromaggregate betreiben und anderen Menschen helfen.
00:30:02: Ist uns Als Gesellschaft, als Politik eigentlich ausreichend bewusst wie abhängig unser System von Ehrenamt ist?
00:30:10: Weil das so gut funktioniert, nehmen Sie viel gar nicht wahr.
00:30:12: Das sage ich mal selbstkritisch weil auch Öffentlichkeitsarbeit die sowas richtig erklärt ziemlich fehlt.
00:30:18: ist es auch das andere klar.
00:30:20: Ob woran das liegt dass da so viele nur noch anonymes Besteck machen wollen oder nie?
00:30:27: so.
00:30:27: das heißt Ich bin sehr dafür Ehrenamtlichen Wert geschätzt werden, dass man aber nicht alles wie den Willen halte auf den ehrenamtliche Erbladen kann.
00:30:36: Also Ehrenabend heißt das man etwas freiwillig macht und wenn man dazu keine Lust, keine Zeit hat oder andere Gründe dagegen sprechen dann hört es ehrenamlich auch leider auf.
00:30:47: Es gibt dann auch Organisationen die versuchen die Leute zu halten, versuchen Leute über Reden weiterzumachen weil man eben weiß dass man so schnell ausgebildete motivierte Leute nicht wiederfindet nicht wenn zu viele gehen oder aufhören.
00:31:03: Das Ehrenamt in den Kommunen haben wir in verschiedenen Bereichen im Sport, in der Kultur, in Vereinen, Suppenküchen.
00:31:13: also es gibt ja so viele Möglichkeiten sich ehrenamtlich so engagieren als erstes mal.
00:31:18: jeder Mensch wenn er was sucht findet auch etwas was ihm Spaß macht.
00:31:23: denn Ehrenamten bedeutet auch das darf einem Spaß machen.
00:31:27: Jetzt ehrenamtlich unterwegs bin, bin ich ja schon zufrieden wenn ich mich einbringen kann und dass sich behindert werde, mich einzubringen.
00:31:37: Es kann natürlich im Ehrenamt nicht jeder machen was er gerade so will.
00:31:40: das muss bisschen organisiert sein.
00:31:42: dafür gibt es dann auch Organisationen.
00:31:44: aber wir müssen immer mehr bereit sein auch so ungebundene Helfer zu akzeptieren.
00:31:50: die kann man auch einladen im Katastrophenfall und mitnehmen.
00:31:54: Das sind die Kommunen, der große Angelpunkt.
00:31:58: Wenn jemand sie kennt oder kennenlernt und Auskünfte geben kann, sind es die Kommunen.
00:32:03: Und ich empfehle immer, obwohl das heißt zu mir wir haben einst Komma Sieb Millionen Ehrenamtliche in Deutschland.
00:32:08: Engagierte im Blaulicht-Milieu.
00:32:11: Das ist wie bei der Bundeswehr die Zahlen!
00:32:14: Wie viel stehen denn im Realsaal, wenn es zum Schuh kommt zur Verfügung?
00:32:17: Wie viele Leute sind ehrenamtlich mal einsetzbar eine Woche am Stück ohne dass der Arbeitgeber sagt einen Moment wo bist du eigentlich.
00:32:25: Der Ehrenamtliche hat viele Möglichkeiten zu helfen ist aber nicht gezwungen dies zu tun.
00:32:32: Wenn einer sagt ich habe jetzt die Nase voll dann kann er sagen ich höre auf und dann ist auch vorbei.
00:32:37: Und da alleine sich noch mehr drum zu kümmern Das Ehrenamtliche eben nicht nur aufhören, weil sie gerade mal momentan ärgern oder weil es im Moment eine Prüfung haben und keine Zeit.
00:32:50: Da müssen wir noch viel mehr Toleranz entwickeln um das auch zu akzeptieren, um zu sagen Wir haben dich ausgebildet, wir haben dich investiert.
00:32:59: Wenn du jetzt mal eine Pause machen willst, akzeptiren wir das Und dann kommst du halt in fünf Jahren oder in drei Jahren wieder Bist du herzlich willkommen.
00:33:06: Und die ungebundenen Helfer, also die Leute sich eben aus verschiedenen Gründen persönlich keine Organisation anschließen.
00:33:13: Dem Arbeitersammerritterbund nicht, dem Roten Kreuz nicht, den Maltesern nicht und mal diese beiden Bereiche zu nehmen... Also die Bereiche sind.
00:33:22: das Erndamtschonrochement in all solchen Bereichen ist da und hat auch dort eine Zukunft wo man Jugendarbeit macht überall dort wo man sich nicht um das Ehrenamt kümmert.
00:33:34: Nach dem Motto, ich habe mir sowieso was wollen wir jetzt noch darum kümmern und dann vielleicht noch Stein in den Weg legt?
00:33:40: Dann muss man es nicht wundern wenn so eine Erbentamperation immer weniger Leute hat bis es sich dann glästig von selbst auflöst ist sei denn das passiert voraus.
00:33:49: Also dass Ehrenabend lebe hoch.
00:33:51: aber es ist nicht die Lösung aller Probleme.
00:33:54: gerade bei langen Einsätzen wie Katastrophen also da so A-Hochwasser wurde nur gemanagt weil auch THW aus ganz Deutschland abwechslend Leute hingeschickt hat.
00:34:05: Damit nicht die Arbeitgeber vor Ort sagen, ja was macht ihr eigentlich?
00:34:10: Da ist gerade ein Punkt an den ich gerne anknüpfen würde.
00:34:12: tatsächlich also Sie sagen Kommunen sind der erste Ansprechpartner um eine Bindung herzustellen sei es in Organisation oder sei es auch als Freie Unterstützer.
00:34:23: aber welche Rolle rechnen sie denn den Arbeitgebern zu?
00:34:26: oder was müsste Politik oder was könnte Politik da tun um das zu unterstützen.
00:34:31: Also die Arbeitgeber sind bei der Feuerwehr, beim THW verpflichtet jemand freizustellen wenn er zum Einsatz muss.
00:34:37: bis an dass sieht es bei Übungen und Ausbildungsveranstaltungen aus.
00:34:41: da ist die Tendenz dass es auch gewährt werden muss.
00:34:44: Bei den Hilfsoperationen gibt's wieder andere Rechnung bei der Bundeswehr noch andere Regelungen Und der typische Arbeitgebert erfahrt sich dann eigentlich ja welche Regelung rielt denn jetzt?
00:34:53: Welche muss ich anwenden welchen nicht?
00:34:55: also erstmal Beratung bei Anwendung der Regeln wäre schon ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.
00:35:02: Der Ehrenliche, der sich in zwei Organisationen bietet, den gibt es ja auch, siebt er nur das in drei Organisationen und machen dort verschiedene Aufgaben, die es natürlich parallel nicht machen können dann würde das Ganze aufliegen.
00:35:17: oder bitte man merken dass es so nicht funktioniert.
00:35:20: was ich auch wieder sage ist Rade.
00:35:22: in solchen Punkten hat der Bürgermeister oder die Bürgemeisterin, die hat am ehesten den Zugriff.
00:35:28: Selbst in Berlin auf dem Bezirkel-Zugriff.
00:35:32: der Menschen, die sich engagieren ist da und er muss gefördert werden oder darf nicht behindert werden.
00:35:37: Die einfachste Form Ehrenamtliches Verhalten zu fördern ist das man es nicht behinderte.
00:35:44: Ein Thema was Sie auch häufig ansprechen ist die Frage Und auch der Bundespräsident hat das immer wieder adressiert.
00:35:52: Brauchen wir einen gesellschaftlichen Pflichtdienst, eine neue Form um im Katastrophenfall oder auch grundsätzlich handlungsfähiger zu sein?
00:36:02: Also ob man mehr Handlungsfähig wird wenn man mehr Vorschriften hat sage ich mal nein.
00:36:08: Wenn es knapp wird ist mir dann gut handlungsfähig wenn man Schraubeschlüssel verteilt statt Vorschrift zu verteilen.
00:36:15: Ich will's mal so ausdrücken.
00:36:18: Wenn ein Bürgermeister morgen zu Ihnen kommen würde und fragen würde, was wollen oder was muss meine Kommune tun damit sie wirklich krisenfest ist.
00:36:28: Womit sollte ich anfangen?
00:36:29: Was würden Sie antworten?
00:36:31: Erstens mal bei einer Abteilungsleitungssituation oder bei einer ähnlichen Führungskräfte Veranstaltung sagen Leute das nächste Mal beschäftigen wir uns mit der Frage des Katastrophenschutzes im Verteidigungsfall.
00:36:43: Das ist ein sehr spezielles Gebiet.
00:36:45: Aber das ist nicht der Alltag, auch nicht für die Kommunen.
00:36:50: Und dann muss man sagen ich verreibe Hausaufgaben.
00:36:53: Ich möchte gerne wissen was ist deine Rolle?
00:36:56: Also sogar um in so einer Situation auch wenn wir uns konkret nicht vorstellen können sondern abstrakt und dann muss Man auch sehen dass man dieses Thema Nichts erredet Und das ist Thema auch nicht zum Angstmachen benutzt wird.
00:37:11: Wir können keine Ängste im Katastrophenschutz gebrauchen, wir brauchen nur Respekt und ich glaube, dass es möglich.
00:37:18: Sie haben ja vorhin schon über persönliche Resilienz gesprochen also mit ihrem Enkel.
00:37:24: der spielerische Stromausfall Die Corona-Pandemie hat das in gewisser Weise gezeigt, dass nicht nur die kommunale Ebene oder staatlichem Resilient sein muss sondern auch jeder Bürgerin.
00:37:35: Haben sie aus Ihren jahrzehntelangen Erfahrungen Tipps für unsere Hörer, wie Sie sich am besten auf einen Katastrophenfall vorbereiten können.
00:38:06: immer bei sich zu haben, dann kommt man in die Situation gar nicht rein.
00:38:09: Dass man nun da seine Folgen dringend verkaufen muss um sich ein Sachatofen einzutauschen.
00:38:16: Der Fall dass man wirklich Maßnahmen nach dem Zivischutz oder nach dem Erweiterten- und Katastrophenschutz dann vorsehen muss das ist schon noch mal eine Hochschwende.
00:38:26: Das ist nicht Alltag.
00:38:27: Da kann man machen.
00:38:28: ich sage, dass es alles bestes funktionieren wird wenn's drauf ankommt sondern... Dort wo es brennt, ist das alle Tage und dort wo es nicht brennend.
00:38:36: Ist es ein ruhiges Tag?
00:38:38: Wir befinden uns so langsam auf der Zielrate für unsere Aufnahme.
00:38:41: doch bevor wir enden würde ich Sie gerne noch bitten mir die folgenden vier Sätze zu vervollständigen Die am meisten unterschätzte Gefahr für Kommunen ist...
00:38:50: ...der Sei-Bahn-Chef!
00:38:51: ...die wichtigste Investition in kommunale Resilienz ist...
00:38:55: Na kann man sagen Personaleinsatz vorplanen muss man sich genau geplant sehen Und sich darüber haben wir irgendwo Strom oder Wasser vorredet, die man speichern können.
00:39:07: Das größte Problem im deutschen Bevölkerungsschutz ist?
00:39:10: Dass die Bevölkerung meint das macht alles der Katastrophenschutz!
00:39:14: Eine Sache, die jeder Bürgermeisterin und jeder Bürgemeister morgen überprüfen sollte?
00:39:18: Ja also überprüchen durch noch mehr TÜV- oder ähnliches brauchen wir es sicher nicht.
00:39:24: Wir müssen da von einer anderen Seite aus rangehen Und ich kann nur sagen, wir prüfen ja.
00:39:30: Sonst verlasse ich mich auf Sachen die gerade nicht funktionieren und nie funktioniert haben.
00:39:35: Es ist schwierig!
00:39:36: Also Vertrauen und klare Forderungen sind wichtig.
00:39:40: Wenn es einer nicht machen will, dann ist eben unwichtig.
00:39:42: Da muss man sagen, bis man eigentlich anfängt an Sachen der verweigert seine Hilfe in aus eigener Kraft und wenn selbst sehen hoher bleibt.
00:39:51: So Leute können wir nicht gebrauchen.
00:39:53: Sehr geehrter Herr Brömmel, vielen Dank, dass Sie heute in unserem Podcast zu Gast waren und uns einen Einblick in dieses sehr spannende und wichtige Thema gewährt haben.
00:40:02: Herzlichen Dank auch an alle Zuhörerinnen und Zuhöhre für das Interesse!
00:40:07: Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gerne und empfehlt unseren Podcast weiter um keine zukünftige Folge zu verpassen.
00:40:14: Abonniert wir kommunal nachgefragt auf der Podcastplattform Eurowal und lasst auch gern eine Bewertung oder einen Kommentar da.
00:40:22: Ich freue mich, wenn ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid mit neuen Ideen, Impulsen und Beispielen aus der kommunalen Praxis.
00:40:29: Und bis dahin bleibt neugierig!